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Blumenlexikon

Bartblume

Caryopteris × clandonensis · Lippenblütler (Lamiaceae)

Die Bartblume zündet ihr leuchtendes Blau genau dann, wenn der Sommer kippt – wolkige Blütenquirle an aufrechten Stielen, dazu ein würziges, salbeiartiges Laub. In der Floristik ist sie ein wunderbarer Spätsommer-Akzent, der jedem Strauß Tiefe gibt. Wir wählen sie an der Veiling Rhein-Maas gezielt aus, wenn die unteren Blütenkränze gerade offen sind – so hält sie in der Vase am längsten.

Blau blühende Bartblume mit luftigen Blütenquirlen und würzigem Laub als Spätsommer-Schnittzweig
Saison
August – September – Oktober
Vasenleben
712 Tage
Lateinisch
Caryopteris × clandonensis
Farben
Blau, Violettblau, Lavendelblau, Stahlblau

Botanisch ist die Bartblume kein einheitlicher Wildtyp, sondern eine Gartenhybride: Caryopteris × clandonensis. Aus ihr ist eine ganze Sortenpalette hervorgegangen. Klassiker wie „Heavenly Blue“ und „Kew Blue“ liefern das berühmte tiefe Blau, „Grand Bleu“ und „Blauer Spatz“ überzeugen mit dichten, kompakten Quirlen, und „Dark Knight“ bringt einen besonders dunklen, fast violetten Ton. Sorten mit gelblaubigem Austrieb wie „Summer Sorbet“ oder weiß blühende wie „White Surprise“ erweitern die Palette über das reine Blau hinaus.

In der Floristik wird die Bartblume als Schnittzweig eingesetzt – weniger als Solist, mehr als luftiger Strukturgeber. Die feinen, gestaffelten Blütenkränze entlang der Stiele wirken transparent und lockern dichte Sträuße auf. Besonders schön kommt sie in Herbststräußen zur Geltung, wo ihr kühles Blau einen Kontrast zu warmen Orange-, Rost- und Goldtönen setzt. Auch in lockeren Wiesen- und Bauerngarten-Bindereien fühlt sie sich wohl.

Ein echtes Qualitätsmerkmal liegt im Erntezeitpunkt: Stiele, die geschnitten werden, sobald die unteren zwei bis drei Blütenkränze geöffnet sind, treiben in der Vase nach und blühen weiter auf. Zu früh geerntete Zweige bleiben blass, zu spät geschnittene rieseln. Wir achten beim Einkauf auf pralle, frisch wirkende Quirle und feste, nicht holzig durchgetriebene Stiele – nur so kommt die lange Haltbarkeit, für die A1-Ware steht, auch wirklich bei Ihnen an.

Stilistisch passt die Bartblume hervorragend in naturnahe, leicht wilde Konzepte. Ihr würziger Duft und die filigrane Silhouette harmonieren mit Gräsern, Schafgarbe, Hortensien und späten Dahlien. Als Insektenmagnet im Garten ist sie ohnehin geliebt – als Schnittzweig holt sie ein Stück dieser spätsommerlichen, summenden Stimmung ins Haus.

Ist Bartblume giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Ungiftig
Katzen
Ungiftig
Hunde
Ungiftig

Die Bartblume gilt als ungiftig für Hunde, Katzen und Menschen. Vom Verzehr größerer Mengen ist wie bei allen Zierpflanzen abzuraten.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Stiele schräg anschneiden und in eine saubere Vase mit frischem, kühlem Wasser stellen; verholzte Enden ggf. leicht einritzen, damit sie besser Wasser ziehen.
  • 02Unteres Laub entfernen, das sonst im Wasser steht – das beugt Bakterien und trübem Wasser vor.
  • 03Frischhaltemittel verwenden und das Wasser alle zwei bis drei Tage wechseln; dabei die Stielenden jeweils etwas nachschneiden.
  • 04Kühl und nicht in praller Sonne aufstellen, fern von Obstschalen – das von reifem Obst abgegebene Ethylen lässt die Blüten schneller altern.
  • 05Verblühte untere Kränze gelegentlich abzupfen, damit die nachfolgenden Knospen sauber aufblühen und der Zweig frisch wirkt.

Häufige Fragen

Wie lange hält die Bartblume in der Vase?
Bei frischem Schnitt und täglich gepflegtem Wasser hält die Bartblume etwa sieben bis zwölf Tage. Entscheidend ist der Erntezeitpunkt: Zweige, deren untere Blütenkränze gerade geöffnet sind, treiben in der Vase nach. Wir wählen genau diese Stiele aus, deshalb hält unsere Ware oft länger als die branchenüblichen sieben Tage.
Ist die Bartblume giftig für Katzen, Hunde oder Kinder?
Nein. Die Bartblume gilt als ungiftig und ist damit für Haushalte mit Haustieren und Kindern unbedenklich. Das würzig duftende Laub erinnert an Salbei; vom Verzehr größerer Mengen ist wie bei allen Zierpflanzen dennoch abzuraten.
Wann hat die Bartblume Saison?
Die Bartblume blüht im Spätsommer und Frühherbst, vor allem von August bis Oktober. Sie füllt damit genau die Lücke, wenn viele Sommerblumen bereits nachlassen – ein willkommener blauer Akzent zur Übergangszeit.
Womit lässt sich die Bartblume gut kombinieren?
Ihr kühles Blau bildet einen schönen Kontrast zu warmen Herbsttönen wie Orange, Rost und Gold. In naturnahen Bindereien harmoniert sie mit Gräsern, Schafgarbe, Hortensien und späten Dahlien und gibt dem Strauß eine luftige, transparente Struktur.

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