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Pflanzen

Puschkinie

Puschkinia scilloides · Asparagaceae

Die Puschkinie gehört zu den zartesten Frühlingsblühern überhaupt: porzellanblaue Sternchen mit feinem dunkelblauem Streif auf jedem Blütenblatt, kaum fünfzehn Zentimeter hoch. Sie blüht schon im März, verwildert willig und kommt jedes Jahr zahlreicher wieder. Wir führen sie im Frühjahr als vorgetriebene Topfware und im Herbst als Blumenzwiebel.

Floristik-Foto von Fleura mit zart blau gestreiften Frühlingsblüten
Licht
Sonnig bis licht halbschattig, ideal unter laubabwerfenden Gehölzen.
Gießen
Nur im Frühjahr bei Trockenheit leicht wässern, im Sommer trocken halten.
Pflege
Pflegeleicht
Botanisch
Puschkinia scilloides

Botanisch steht die Puschkinie zwischen Blaustern (Scilla) und Schneeglanz (Chionodoxa), mit denen sie oft verwechselt wird. Ihr sicherstes Erkennungszeichen ist der dunkelblaue Mittelstreif auf den sonst sehr hellen Blütenblättern — daher auch der englische Name striped squill. Meist wird die Varietät Puschkinia scilloides var. libanotica angeboten, dazu die reinweiße Sorte ‚Alba‘.

Gepflanzt wird im Herbst, von September bis November, etwa fünf Zentimeter tief und in lockeren Gruppen von mindestens zehn bis zwanzig Zwiebeln. Einzeln gesetzt geht die kleine Blüte optisch unter; ihre Wirkung entfaltet sie erst im Trupp oder als blauer Teppich unter Gehölzen.

Der ideale Standort ist sonnig bis licht halbschattig, etwa unter laubabwerfenden Sträuchern, wo es zur Blütezeit noch hell ist. An den Boden stellt die Puschkinie kaum Ansprüche, solange er durchlässig ist — nur dauerhaft nasse Lagen verträgt sie nicht.

Ihr größtes Talent ist das Verwildern: Über Tochterzwiebeln und Selbstaussaat bildet sie mit den Jahren immer dichtere Bestände im Rasen, unter Obstbäumen oder im Steingarten. Wichtig dafür ist nur, das Laub nach der Blüte vollständig einziehen zu lassen und die Fläche erst ab etwa Ende Mai zu mähen.

Ein typischer Fehler ist gut gemeinte Pflege: Die Puschkinie braucht weder Dünger noch Sommerwässerung — in der Sommerruhe möchte die Zwiebel warm und eher trocken liegen. Wer sie einfach in Ruhe lässt, hat an derselben Stelle über Jahrzehnte Freude an ihr, gern in Gesellschaft von Narzissen, Krokussen und frühen Hornveilchen.

Ist Puschkinie giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Leicht reizend
Katzen
Leicht reizend
Hunde
Leicht reizend

Wie ihre Verwandten aus der Scilla-Gruppe enthält die Puschkinie schwach reizende Stoffe, vor allem in der Zwiebel. Verzehr kann Magen-Darm-Beschwerden auslösen — Zwiebeln nicht offen liegen lassen und von Kindern und Haustieren fernhalten.

Typische Symptome: Nach Verzehr: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, meist mild und vorübergehend.

Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Zwiebeln im Herbst etwa fünf Zentimeter tief und in Gruppen von mindestens zehn Stück pflanzen.
  • 02Sonnigen bis licht halbschattigen Standort mit durchlässigem Boden wählen.
  • 03Nach der Blüte das Laub vollständig einziehen lassen — nicht abschneiden und nicht mähen.
  • 04Im Sommer weder gießen noch düngen; die Zwiebel ruht gern warm und trocken.
  • 05Bestände in Ruhe lassen, dann verwildert die Puschkinie von Jahr zu Jahr dichter.
  • 06Vorgetriebene Töpfe im Frühjahr kühl stellen, dann hält die Blüte deutlich länger.

Häufige Fragen

Wann blüht die Puschkinie?
Je nach Witterung von Anfang März bis in den April, oft zeitgleich mit Krokussen und frühen Narzissen. In milden rheinischen Wintern kann die Blüte schon Ende Februar beginnen. Die Einzelblüte hält etwa zwei bis drei Wochen.
Was ist der Unterschied zwischen Puschkinie, Scilla und Schneeglanz?
Alle drei sind nah verwandte, blau blühende Frühlingszwiebeln. Die Puschkinie erkennt man am sehr hellen Porzellanblau mit dunkelblauem Mittelstreif auf jedem Blütenblatt, Scilla blüht kräftiger blau mit nickenden Glöckchen, Schneeglanz (Chionodoxa) hat aufrechte Blüten mit weißem Zentrum.
Verwildert die Puschkinie im Rasen?
Ja, sehr zuverlässig. Über Tochterzwiebeln und Selbstaussaat werden die Bestände jedes Jahr dichter. Wichtig ist nur, den Rasen erst zu mähen, wenn das Laub im Mai vergilbt ist — sonst fehlt der Zwiebel die Kraft fürs nächste Jahr.
Ist die Puschkinie giftig für Haustiere?
Sie gilt als schwach giftig, vor allem die Zwiebel. Für Katzen und Hunde bedeutet das: Anknabbern kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen, lebensbedrohliche Vergiftungen sind aber nicht zu erwarten. Zwiebeln trotzdem sicher lagern und Neupflanzungen beaufsichtigen.

Puschkinie bei Fleura

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