Pflanzen
Glücksfeder (Zamioculcas)
Zamioculcas zamiifolia · Araceae (Aronstabgewächse)
Die Glücksfeder ist die wohl pflegeleichteste Zimmerpflanze überhaupt: glänzende, wachsartige Fiederblätter an aufrechten Stielen, die selbst dunkle Ecken und gelegentliches Vergessen klaglos wegstecken. Wir mögen sie, weil sie auch nach Jahren noch frisch wirkt und niemanden im Stich lässt.

- Licht
- Hell bis halbschattig, indirektes Licht bevorzugt; verträgt auch dunkle Standorte erstaunlich gut.
- Gießen
- Sparsam: Erde zwischen den Gaben abtrocknen lassen, im Sommer alle 2–3 Wochen, im Winter seltener. Staunässe vermeiden.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Zamioculcas zamiifolia
Charakteristisch sind die paarig angeordneten, ledrig glänzenden Blättchen entlang dicker, fleischiger Stiele. Unterirdisch speichert die Glücksfeder Wasser in kräftigen Rhizomen, weshalb sie lange Trockenphasen mühelos übersteht. Sie wächst langsam, aber zuverlässig und treibt neue Stiele in hellem Grün aus, die später nachdunkeln.
An Sorten lohnt der Blick: Die klassische Art ist sattgrün, die kompakte Zwergsorte „Zenzi“ bleibt buschig und niedrig, und der Kultivar „Raven“ (auch „Black Raven“) treibt grün aus und färbt sich zu fast schwarzem Purpur — ein moderner Blickfang. „Super Nova“ geht in eine ähnlich dunkle Richtung.
In der Floristik und Innenraumbegrünung ist die Glücksfeder ein Arbeitstier: ideal für Büros, Flure, Schlafzimmer und Treppenhäuser, also genau die Standorte, an denen andere Pflanzen schwächeln. Als Geschenk zum Einzug, zur Eröffnung oder als „Büro-Pflanze für Vielreisende“ ist sie kaum zu schlagen.
Stilistisch passt die aufrechte, grafische Form gut zu schlichten Töpfen in Anthrazit, Beige oder mattem Weiß. Wir kombinieren sie gern mit einer zweiten, eher hellgrünen Pflanze für Kontrast — die dunkle „Raven“ wiederum wirkt solo in einem hellen Gefäß am stärksten.
Ist Glücksfeder (Zamioculcas) giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Giftig
- Katzen
- Giftig
- Hunde
- Giftig
Leicht giftig: enthält Calciumoxalat-Kristalle in allen Teilen. Saft reizt Haut und Schleimhäute, Verschlucken führt zu Brennen, Speicheln und Übelkeit — bei Katzen und Hunden gleichermaßen. Von Haustieren und Kindern fernhalten.
Typische Symptome: Nach Anknabbern: Brennen in Mund und Rachen, Speichelfluss, Übelkeit und Erbrechen; Hautreizung nach Saftkontakt.
Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Heller bis halbschattiger Standort mit indirektem Licht; verträgt aber auch dunkle Ecken erstaunlich gut.
- 02Sparsam gießen: Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen lassen, im Sommer etwa alle 2–3 Wochen, im Winter seltener.
- 03Staunässe unbedingt vermeiden — sie ist die häufigste Ursache für faulende Rhizome.
- 04Zimmertemperatur 18–24 °C, keine kalte Zugluft; verträgt trockene Heizungsluft problemlos.
- 05Nur sparsam düngen (Frühjahr bis Sommer ca. einmal im Monat), umtopfen erst, wenn die Rhizome den Topf sprengen.
Häufige Fragen
- Ist die Glücksfeder giftig für Katzen, Hunde und Kinder?
- Ja, leicht giftig. Alle Pflanzenteile enthalten Calciumoxalat-Kristalle; der Saft kann Haut und Schleimhäute reizen, beim Verschlucken kommt es zu Brennen, Speicheln und Übelkeit. Das gilt für Katzen und Hunde gleichermaßen. Außer Reichweite von Haustieren und Kleinkindern stellen und beim Schneiden Handschuhe tragen.
- Wie oft muss ich die Glücksfeder gießen?
- Deutlich seltener als die meisten denken. Sie speichert Wasser in Rhizomen und Stielen, daher reicht im Sommer alle 2–3 Wochen und im Winter noch seltener. Lieber zu wenig als zu viel: Zu nasse Erde ist die häufigste Todesursache.
- Eignet sich die Glücksfeder für dunkle Räume und Anfänger?
- Perfekt für beides. Sie kommt mit wenig Licht zurecht und verzeiht unregelmäßiges Gießen, weshalb wir sie gern für Büros, Flure und alle empfehlen, die wenig Zeit für Pflanzen haben. Bei guter Pflege hält sie viele Jahre.
- Warum werden die Blätter meiner Glücksfeder gelb?
- Fast immer ist zu viel Wasser die Ursache. Gelbe Blätter und weiche Stiele deuten auf Staunässe und faulende Rhizome hin. Lassen Sie die Erde gründlich abtrocknen und prüfen Sie, ob der Topf gut abläuft.