Blumenlexikon
Sommeraster
Callistephus · Asteraceae
Die Sommeraster ist die einjährige Prachtaster des Spätsommers — nicht zu verwechseln mit den Stauden-Astern, die im Handel schlicht als Astern laufen. Callistephus bringt große, gefüllte Blüten in Farben, die von reinem Weiß bis zu tiefem Blauviolett reichen, und war früher auf keinem Bauernmarkt wegzudenken. Wir holen sie in der Saison frisch von der Veiling Rhein-Maas, gern von deutschen Freilandbetrieben.

- Saison
- Juli – August – September – Oktober
- Vasenleben
- 6–12 Tage
- Lateinisch
- Callistephus
- Farben
- Weiß, Rosa, Karminrot, Violett, Blauviolett, Apricot
Botanisch ist die Sommeraster eine eigene Gattung mit nur einer Art, Callistephus chinensis, aus der Züchter eine enorme Formenvielfalt herausgeholt haben: dicht gefüllte Prinzess- und Päonien-Typen, zerzauste Strahlenastern mit nadelfeinen Zungenblüten und einfache Sorten mit gelber Mitte. Im Schnittblumenhandel dominieren die gefüllten Serien wie „Matsumoto“ und „Gala“ mit festen Stielen.
Für uns Floristen ist sie eine klassische Hauptblume der Spätsommersträuße. Ihre Blütengröße liegt zwischen Zinnie und kleiner Dahlie, und sie bringt genau die satten, leicht nostalgischen Farben mit, die ab August gefragt sind. Mit Dahlien, Zinnien und Gräsern entsteht daraus der typische Bauerngarten-Strauß.
Ein Punkt, den man kennen muss: Sommerastern sind empfindlich gegen verschmutztes Vasenwasser. Ihre weichen Stiele faulen schneller als bei vielen anderen Sommerblumen, und die Blätter welken vor der Blüte. Konsequentes Entlauben und häufiger Wasserwechsel sind hier keine Kür, sondern Pflicht.
Beim Einkauf achten wir auf Blüten, die zu etwa zwei Dritteln geöffnet sind — ganz geschlossene Knospen öffnen sich in der Vase oft nicht mehr vollständig, weit offene Ware hat ihre beste Zeit hinter sich. Sattgrünes, festes Laub ist das zweite Frischemerkmal.
Historisch war die Sommeraster eine der wichtigsten deutschen Schnittblumen überhaupt; ganze Anbauregionen lebten von ihr. Heute ist sie seltener geworden und dadurch wieder etwas Besonderes — wer im September einen Strauß mit echten Sommerastern verschenkt, trifft bei älteren Kundinnen und Kunden oft mitten ins Herz.
Ist Sommeraster giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Die Sommeraster gilt für Katzen, Hunde und Kinder als ungiftig. Größere verzehrte Mengen können wie bei den meisten Pflanzen den Magen reizen, ernsthafte Vergiftungen sind aber nicht bekannt.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Stiele mit einem scharfen Messer schräg anschneiden, nicht quetschen.
- 02Alle Blätter entfernen, die im Wasser stehen würden — das Laub fault schnell.
- 03Nur wenig Wasser in die Vase geben und dieses jeden zweiten Tag wechseln.
- 04Beim Wasserwechsel die Stiele neu anschneiden und die Vase ausspülen.
- 05Kühl stellen und direkte Sonne sowie die Nähe von reifem Obst meiden.
- 06Einzelne verblühte Köpfe herausschneiden, damit die Nebenblüten nachziehen.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Sommerastern und normalen Astern?
- Sommerastern (Callistephus) sind einjährige Pflanzen mit großen, oft gefüllten Einzelblüten und haben nur im Spätsommer Saison. Die als Astern gehandelten Stauden-Astern tragen dagegen viele kleine Blüten an verzweigten Stielen und sind als Schnitt fast ganzjährig verfügbar. Botanisch sind es zwei verschiedene Gattungen.
- Wie lange halten Sommerastern in der Vase?
- Bei sauberem Wasser und entferntem Laub halten Sommerastern etwa sechs bis zwölf Tage. Vernachlässigt man den Wasserwechsel, kippen sie deutlich früher, weil die weichen Stiele schnell faulen.
- Sind Sommerastern giftig für Katzen oder Hunde?
- Nein, Sommerastern gelten für Katzen, Hunde und Kinder als ungiftig und sind damit eine gute Wahl für Haushalte mit Tieren. Vom gezielten Anknabbern ist wie bei allen Schnittblumen dennoch abzuraten.
- Wann bekommt man Sommerastern beim Floristen?
- Die Saison läuft von Juli bis in den Oktober, mit dem Höhepunkt im August und September. Da die Sommeraster fast ausschließlich aus Freilandanbau kommt, gibt es sie außerhalb dieser Monate praktisch nicht — das macht sie zur echten Saisonblume.