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Pflanzen

Bischofsmütze

Astrophytum · Cactaceae

Die Bischofsmütze ist ein kleines Juwel unter den Kakteen: ein kugeliger bis säulig wachsender Körper mit meist fünf scharf gezeichneten Rippen, der von oben betrachtet wie ein Stern aussieht. Die bekannteste Art, Astrophytum myriostigma, ist völlig dornenlos und stattdessen mit feinen weißen Wollflöckchen überzogen. Für Sammler ein Klassiker, für Einsteiger ein pflegeleichter Charakterkopf auf der Fensterbank.

Floristik-Foto von Fleura: kleine Topfpflanzen-Komposition auf hellem Untergrund
Licht
Sehr hell mit direkter Sonne; im Hochsommer vor gebündelter Mittagssonne hinter Fensterglas schützen.
Gießen
Sparsam — im Sommer erst nach völligem Abtrocknen gießen, im Winter gar nicht.
Pflege
Mittel
Botanisch
Astrophytum

Die Gattung ist klein, aber vielfältig: Astrophytum myriostigma ist die klassische dornenlose Bischofsmütze, Astrophytum asterias wächst flach wie ein Seeigel, Astrophytum ornatum trägt kräftige Dornen und wird am größten, Astrophytum capricorne fällt durch gedrehte, papierartige Dornen auf. Unter Sammlern erzielen japanische Zuchtformen wie Super Kabuto mit dichter weißer Flockung erstaunliche Preise.

Was viele überrascht: Die Bischofsmütze blüht als Zimmerpflanze zuverlässig. Schon junge Pflanzen öffnen im Sommer am Scheitel seidig glänzende, gelbe Blüten, oft mit rotem Schlund, die mehrere Tage halten und sich bei Sonne immer wieder öffnen.

Die weißen Punkte auf der Epidermis sind keine Krankheit, sondern winzige Wollhaarbüschel, die die Pflanze in ihrer Heimat vor praller Sonne schützen. Wer sie mit Wasser besprüht oder abwischt, beschädigt diesen natürlichen Sonnenschutz — die Bischofsmütze möchte trocken bewundert werden.

Der typische Anfängerfehler ist auch hier das Gießen nach Kalender. Astrophytum hat ein empfindliches Wurzelwerk und fault in nassem, humosem Substrat schnell. Rein mineralisches Substrat, durchdringendes Gießen mit anschließendem völligem Abtrocknen und eine kalte, staubtrockene Winterruhe sind das ganze Geheimnis.

Als dornenlose Art ist Astrophytum myriostigma übrigens eine der wenigen Kakteen, die man bedenkenlos in Reichweite von Kindern und Haustieren stellen kann — giftig ist die Gattung nicht.

Ist Bischofsmütze giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Ungiftig
Katzen
Ungiftig
Hunde
Ungiftig

Astrophytum gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Die dornenlose Astrophytum myriostigma ist zudem verletzungsfrei; bedornte Arten wie Astrophytum ornatum können pieksen.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Sehr heller Standort mit einigen Stunden Sonne; vor praller Mittagssonne hinter Glas im Hochsommer leicht schattieren.
  • 02In rein mineralisches Substrat pflanzen (Bims, Lava, grober Sand) — keine normale Blumenerde.
  • 03Von April bis September durchdringend gießen, dann das Substrat vollständig abtrocknen lassen.
  • 04Von Oktober bis März kühl (5–12 °C) und komplett trocken überwintern — das fördert die Blüte.
  • 05Nur zwei- bis dreimal pro Saison schwach mit Kakteendünger düngen.
  • 06Nicht besprühen und die weiße Flockung nicht abwischen.

Häufige Fragen

Warum hat meine Bischofsmütze keine Dornen?
Das ist völlig normal: Die klassische Bischofsmütze Astrophytum myriostigma ist von Natur aus dornenlos. Statt Dornen schützt sie sich mit den feinen weißen Wollflöckchen auf der Haut vor der Sonne. Andere Arten der Gattung, etwa Astrophytum ornatum, tragen dagegen kräftige Dornen.
Wann blüht die Bischofsmütze?
Von etwa Mai bis September, oft in mehreren Schüben. Die gelben, seidigen Blüten erscheinen am Scheitel und öffnen sich an sonnigen Tagen. Voraussetzung ist eine kühle, trockene Überwinterung — wer den Kaktus ganzjährig warm hält, wartet meist vergeblich auf Blüten.
Ist die Bischofsmütze giftig für Katzen oder Hunde?
Nein, Astrophytum gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Die dornenlose Art ist sogar eine der haustierfreundlichsten Kakteen überhaupt, weil auch kein Verletzungsrisiko besteht.
Wie schnell wächst eine Bischofsmütze?
Langsam — und genau das macht sie so pflegeleicht. Ein paar Zentimeter Zuwachs pro Jahr sind normal, große Exemplare sind entsprechend viele Jahre alt. Wer eine stattliche Pflanze kauft, erwirbt also ein Stück Gärtnergeduld gleich mit.

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