Pflanzen
Kapuzinerkresse
Tropaeolum majus · Tropaeolaceae
Kapuzinerkresse ist die wohl großzügigste Sommerblume überhaupt: Sie rankt, kaskadiert und blüht unermüdlich von Mai bis zum Frost — und die gesamte Pflanze ist essbar, von den pfeffrig-scharfen Blättern über die leuchtenden Blüten bis zu den Knospen. Dabei ist sie kinderleicht zu ziehen. Wir beziehen unsere Jungpflanzen in kräftiger Gärtnerqualität über die Veiling Rhein-Maas.

- Licht
- Sonnig bis halbschattig.
- Gießen
- Regelmäßig — die weichen Blätter welken bei Trockenheit schnell, erholen sich aber ebenso rasch.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Tropaeolum majus
Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) gibt es in rankenden Sorten, die zwei bis drei Meter Zaun oder Ampel erobern, und in kompakten Buschformen wie der Tom-Thumb-Serie für den Balkonkasten. Die Sorte Alaska trägt zusätzlich weiß paniertes Laub, Empress of India tiefrote Blüten über dunkelgrünem Blatt.
Ihre Schärfe verdankt die Pflanze Senfölglykosiden — derselben Stoffgruppe wie bei Kresse und Rucola. Blätter und Blüten würzen Salate und Kräuterquark, die noch grünen Knospen und Samen lassen sich in Essig einlegen und als falsche Kapern verwenden.
Beim Standort gilt eine alte Gärtnerregel: sonnig, aber mager. In überdüngter Erde produziert Kapuzinerkresse riesige Blätter und kaum Blüten — der häufigste Fehler. Normale, nicht zusätzlich gedüngte Erde und regelmäßiges Gießen genügen völlig.
Im Nutzgarten ist sie doppelt wertvoll: Ihre Blüten locken Hummeln und Schwebfliegen an, und als Opferpflanze zieht sie Blattläuse von Bohnen und Rosen ab. Befallene Triebe schneidet man einfach heraus, die Pflanze wächst rasch nach.
Frost bedeutet das Ende: Schon leichte Minusgrade lassen die weichen Triebe zusammenfallen. Dafür sät sie sich in milden Lagen oft selbst aus, und die großen Samen lassen sich kinderleicht ernten und im nächsten Mai neu stecken — ein dankbares Projekt auch für Kinder.
Ist Kapuzinerkresse giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Kapuzinerkresse gilt für Katzen, Hunde und Kinder als ungiftig — Blüten und Blätter sind sogar essbar. Die enthaltenen Senföle können in großen Mengen den Magen reizen, im normalen Umfang ist die Pflanze unbedenklich.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Sonniger bis halbschattiger Standort; volle Sonne bringt die meisten Blüten.
- 02Magere Erde verwenden und nicht düngen — sonst Blattmasse statt Blüten.
- 03Regelmäßig gießen, ohne Staunässe; an heißen Tagen auch täglich.
- 04Verblühtes auszupfen, das verlängert die Blüte bis zum Frost.
- 05Ranksorten an Schnüren oder Zäunen leiten, Buschsorten in Kästen und Ampeln setzen.
- 06Blattlaus-befallene Triebe herausschneiden statt spritzen — die Pflanze ist essbar.
Häufige Fragen
- Kann man Kapuzinerkresse wirklich essen?
- Ja, die ganze Pflanze: Blätter und Blüten pfeffrig-scharf in Salaten und auf Butterbrot, die grünen Knospen und Samen in Essig eingelegt als falsche Kapern. Nur ungespritzte Pflanzen verwenden und wie bei allem Scharfen maßvoll dosieren.
- Warum blüht meine Kapuzinerkresse nicht?
- Fast immer ist die Erde zu nährstoffreich: Bei viel Stickstoff bildet die Pflanze üppiges Laub und spart an Blüten. Nicht düngen, magere Erde verwenden und für ausreichend Sonne sorgen — dann stellt sich die Blüte zuverlässig ein.
- Ist Kapuzinerkresse giftig für Katzen oder Hunde?
- Nein, sie gilt als ungiftig für Katzen und Hunde und ist als essbare Blume auch für Kinder unbedenklich. Größere gefressene Mengen können wegen der Senföle den Magen reizen, gefährlich ist die Pflanze aber nicht.
- Ist Kapuzinerkresse mehrjährig?
- Bei uns nicht — sie ist frostempfindlich und wird einjährig kultiviert. In ihrer Anden-Heimat wächst sie mehrjährig. Dafür sät sie sich in milden Gärten oft selbst aus, und die großen Samen lassen sich problemlos ernten und ab Mai neu stecken.