Pflanzen
Keulenlilie
Cordyline fruticosa · Asparagaceae
Die Keulenlilie bringt Südsee-Farben ins Wohnzimmer: Ihre schwertförmigen Blätter leuchten je nach Sorte purpurrot, pink oder kupferfarben und stehen schopfartig an einem schlanken Stamm. Auf den ersten Blick wird sie oft mit dem Drachenbaum verwechselt, ist aber farbenfroher — und etwas anspruchsvoller. Wir kaufen unsere Keulenlilien in kräftig durchgefärbter Qualität an der Veiling Rhein-Maas ein.

- Licht
- Hell bis sehr hell ohne direkte Mittagssonne; panaschierte und rote Sorten brauchen mehr Licht als grüne.
- Gießen
- Gleichmäßig leicht feucht mit weichem, zimmerwarmem Wasser; im Winter etwas sparsamer gießen.
- Pflege
- Mittel
- Botanisch
- Cordyline fruticosa
In ihrer polynesischen Heimat ist Cordyline fruticosa als Ti-Pflanze eine Kulturpflanze mit langer Geschichte: Aus den Blättern wurden Röcke, Dachdeckungen und Speiseverpackungen gefertigt, die Pflanze selbst gilt bis heute als Glücks- und Schutzsymbol. Als Zimmerpflanze kam sie im 19. Jahrhundert nach Europa.
Der Unterschied zum ähnlichen Drachenbaum ist botanisch klar: Keulenlilien haben gestielte Blätter und kriechende, weiße bis rosafarbene Rhizome, Dracaenen sitzende Blätter und orangefarbene Wurzeln. Für die Praxis wichtiger: Die Cordyline braucht mehr Licht und Luftfeuchte als der genügsame Drachenbaum.
Beliebte Sorten sind die tiefrote Firebrand, die pinkleuchtende Kiwi mit gestreiftem Laub und die kompakte Glauca mit dunkelgrünen Blättern. Wie beim Kroton gilt: Die Farbintensität hängt am Licht. Zu dunkel platziert, verblassen die Rottöne und neue Blätter treiben grünlich aus.
Der klassische Pflegefehler ist hartes, kaltes Gießwasser in Kombination mit trockener Heizungsluft — die Antwort sind braune Blattspitzen und -ränder. Kalkarmes, zimmerwarmes Wasser, ein gleichmäßig leicht feuchter Ballen und regelmäßiges Übernebeln halten das Laub makellos. Unter 18 Grad sollte es der Tropenpflanze dauerhaft nicht werden.
Ein wichtiger Punkt für Tierhaushalte: Die Keulenlilie enthält Saponine und ist giftig für Katzen und Hunde. Gerade Katzen knabbern gern an den grasartigen Blattspitzen — in Haushalten mit Tieren gehört die Pflanze deshalb außer Reichweite oder gar nicht erst aufgestellt.
Gestalterisch ist die Keulenlilie ein Farbanker: Vor ruhigem Grün von Schefflera oder Calathea wirkt ihr purpurnes Laub wie ein Dauerblüher ohne Blüte. Ältere, verkahlende Exemplare lassen sich durch beherzten Rückschnitt verjüngen — der Stamm treibt unterhalb der Schnittstelle neu aus, und die Kopfstecklinge bewurzeln im Wasserglas.
Ist Keulenlilie giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Leicht reizend
- Katzen
- Giftig
- Hunde
- Giftig
Die Keulenlilie enthält Saponine und ist giftig für Katzen und Hunde; für Kinder gilt sie als schwach giftig. In Tierhaushalten außer Reichweite stellen — die grasartigen Blätter verleiten besonders Katzen zum Knabbern.
Typische Symptome: Bei Tieren nach Verzehr: Erbrechen (bei Katzen mitunter mit Blut), Speicheln, Appetitlosigkeit und Mattigkeit; bei Katzen können erweiterte Pupillen auftreten.
Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Hell ohne pralle Mittagssonne stellen — je mehr Licht, desto intensiver die Blattfarben.
- 02Ballen gleichmäßig leicht feucht halten; weder austrocknen lassen noch Staunässe dulden.
- 03Nur kalkarmes, zimmerwarmes Wasser verwenden — hartes Wasser macht braune Spitzen.
- 04Luftfeuchte erhöhen: regelmäßig übernebeln, besonders im Winter.
- 05Ganzjährig warm halten, nicht dauerhaft unter 18 Grad.
- 06Von Frühjahr bis Herbst alle zwei Wochen schwach düngen.
Häufige Fragen
- Ist die Keulenlilie giftig für Katzen?
- Ja. Die enthaltenen Saponine führen bei Katzen nach dem Anknabbern zu Erbrechen, Speicheln, Appetitlosigkeit und mitunter erweiterten Pupillen. Da die Blätter für Katzen wie Spielgras aussehen, sollte die Keulenlilie in Katzenhaushalten nicht frei zugänglich stehen.
- Was ist der Unterschied zwischen Keulenlilie und Drachenbaum?
- Beide sehen sich ähnlich, sind aber verschiedene Gattungen. Die Keulenlilie hat gestielte Blätter, weiße bis rosafarbene Rhizome und meist buntere Farben; der Drachenbaum sitzende Blätter und orangegelbe Wurzeln. In der Pflege ist die Cordyline durstiger und braucht mehr Licht und Luftfeuchte.
- Warum bekommt meine Keulenlilie braune Blattspitzen?
- Braune Spitzen sind fast immer eine Kombination aus trockener Luft und kalkhaltigem Gießwasser. Auf kalkarmes, zimmerwarmes Wasser umstellen, regelmäßig nebeln und die Pflanze nicht direkt über den Heizkörper stellen. Bereits braune Spitzen kann man sauber abschneiden.
- Meine Keulenlilie verkahlt von unten — was kann ich tun?
- Das langsame Verkahlen des Stamms ist bei älteren Pflanzen natürlich. Wird es zu viel, hilft ein beherzter Rückschnitt im Frühjahr: Der Stamm treibt unterhalb der Schnittstelle neu aus, und der abgeschnittene Kopf bewurzelt im Wasserglas — aus einer Pflanze werden zwei.