Pflanzen
Leuchterblume
Ceropegia woodii · Apocynaceae
Die Leuchterblume ist eine der zauberhaftesten Ampelpflanzen: An dünnen, purpurnen Trieben reihen sich kleine, silbrig marmorierte Herzblätter wie an einer Kette auf — im Handel heißt sie deshalb auch String of Hearts. Als halbsukkulente Pflanze speichert sie Wasser in Blättern und Knollen und verzeiht vergessene Gießtermine großzügig. Wir beziehen unsere Leuchterblumen mit langen, dichten Trieben über die Veiling Rhein-Maas.

- Licht
- Hell bis sonnig; je mehr Licht, desto dichter der Behang und desto schöner die Marmorierung.
- Gießen
- Sparsam — wie eine Sukkulente behandeln und das Substrat komplett abtrocknen lassen.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Ceropegia woodii
Ihren deutschen Namen verdankt die Pflanze ihren kuriosen Blüten: kleine, rosa-purpurne Röhren mit verwachsenen Spitzen, die tatsächlich an antike Kerzenleuchter oder kleine Laternen erinnern. Sie erscheinen bei gutem Licht vom Sommer bis in den Herbst zuverlässig und reichlich — ein Detail, das viele erst auf den zweiten Blick entdecken.
Entlang der Triebe bilden sich mit der Zeit kleine, kugelige Brutknollen. Sie sind kein Krankheitszeichen, sondern die eingebaute Vermehrungsstation: Auf feuchte Erde gelegt, bewurzeln die Knollen willig und wachsen zu neuen Pflanzen heran. So lässt sich eine kahle Topfmitte auch von oben wieder auffüllen.
Der häufigste Pflegefehler ist zu viel Wasser. Die Leuchterblume ist an trockene Felshänge angepasst — ihr Substrat darf, ja soll zwischen den Wassergaben richtig abtrocknen. In dauerfeuchter Erde faulen die Knollen schneller, als man reagieren kann. Kakteenerde oder mit Sand abgemagerte Zimmerpflanzenerde ist die richtige Basis.
Licht ist der zweite Schlüssel: Je heller der Platz, desto enger stehen die Blättchen und desto kräftiger die silbrige Marmorierung. Im Schatten werden die Abstände zwischen den Herzchen lang und die Färbung fahl. Ein Ost- oder Westfenster mit etwas direkter Sonne ist ideal.
Neben der klassischen Art gibt es die panaschierte Form Variegata mit rosa überhauchten Blättern und die dickblättrigere Ceropegia sandersonii, die Fallschirmblume. In der Floristik kombinieren wir die feinen Ranken gern mit kompakten Sukkulenten wie Echeverien — die zarten Ketten dürfen dabei ruhig einen Meter und länger herabhängen.
Ist Leuchterblume giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Die Leuchterblume gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Kinder. Da die herabhängenden Triebe zum Spielen einladen, hängt man sie in Katzenhaushalten trotzdem besser außer Reichweite — der Pflanze zuliebe.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Hell bis sonnig aufhängen; ein paar Stunden milde Sonne fördern Blattzeichnung und Blüte.
- 02Sparsam gießen: Substrat zwischen den Wassergaben vollständig abtrocknen lassen.
- 03Durchlässiges Substrat verwenden, etwa Kakteenerde — Staunässe lässt die Knollen faulen.
- 04Im Winter noch sparsamer gießen und kühler (um 15 Grad) stellen, das fördert die Blüte im Folgejahr.
- 05Von Frühjahr bis Herbst monatlich schwach mit Kakteendünger versorgen.
- 06Kahle Triebe einkürzen oder Brutknollen zurück in den Topf legen — so bleibt die Ampel dicht.
Häufige Fragen
- Ist die Leuchterblume giftig für Katzen?
- Nein, Ceropegia woodii gilt als ungiftig für Katzen und Hunde und zählt zu den haustierfreundlichen Ampelpflanzen. Die baumelnden Triebe sind für Katzen allerdings ein verlockendes Spielzeug — hoch aufhängen schützt die Pflanze vor Spielschäden.
- Wie oft muss ich die Leuchterblume gießen?
- Im Sommer reicht meist alle ein bis zwei Wochen, im Winter alle drei bis vier Wochen. Entscheidend ist, dass das Substrat vorher komplett abgetrocknet ist — die Knollen und fleischigen Blättchen speichern genug Wasser für Durststrecken. Zu viel Wasser ist die einzige echte Gefahr.
- Was sind die kleinen Kugeln an den Trieben?
- Das sind Brutknollen — kleine Speicherorgane, mit denen sich die Leuchterblume vermehrt. Man kann sie mitsamt einem Stück Trieb auf feuchte Anzuchterde legen; nach wenigen Wochen wurzeln sie an und treiben neu aus. Ein kostenloser Nachschub an Jungpflanzen.
- Warum sind die Blattabstände bei meiner Leuchterblume so groß?
- Lange, dünn belaubte Triebe entstehen bei Lichtmangel: Die Pflanze streckt sich auf der Suche nach Helligkeit. An einem helleren Platz mit etwas direkter Sonne wachsen neue Triebe wieder dicht. Bestehende kahle Partien kann man einkürzen und die Stecklinge zurück in den Topf stecken.