Pflanzen
Pilea (Glückstaler)
Pilea peperomioides · Brennnesselgewächse (Urticaceae)
Die Pilea, auch Glückstaler oder Chinesischer Geldbaum genannt, ist eine der charmantesten Zimmerpflanzen der letzten Jahre: kompakt, pflegeleicht und mit ihren runden Blättern auf dünnen Stielen unverwechselbar. Sie bildet fleißig Ableger, sodass aus einer Pflanze schnell ein kleiner Familienverbund wird. Wir wählen bei der Veiling bewusst kräftige, gut durchwurzelte Exemplare aus, die zu Hause sofort weiterwachsen statt erst lange zu schwächeln.

- Licht
- Hell und indirekt; etwas Morgensonne wird vertragen, pralle Mittagssonne meiden. Regelmäßig drehen für gleichmäßigen Wuchs.
- Gießen
- Mäßig gießen, sobald die obersten 2 bis 3 cm Erde trocken sind (meist alle 7 bis 10 Tage). Staunässe vermeiden, am besten kalkarmes Wasser.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Pilea peperomioides
Botanisch gehört die Pilea peperomioides zu den Brennnesselgewächsen, besitzt aber im Gegensatz zu vielen Verwandten keine brennenden Härchen. Charakteristisch sind die kreisrunden, etwas fleischigen Blätter, die jeweils zentral am Stiel ansetzen (peltat) und der Pflanze ihr typisches Münzen-Aussehen geben. Im Volksmund kursieren viele Namen: Ufopflanze, Pfannkuchenpflanze, Missionarspflanze oder eben Glückstaler.
Eine eigentliche Sortenvielfalt gibt es bei der Pilea kaum, dafür interessante Varianten: die panaschierte Form mit cremeweißen Sprenkeln, die kompaktere Mojito-Variante mit gefleckten Blättern sowie gewellte und gekräuselte Typen. Da die Art lange nur über Stecklinge weitergegeben wurde, sind solche Spielarten begehrte Sammlerstücke und im Handel nicht immer verfügbar.
In der Floristik und Wohngestaltung punktet die Pilea als grafisches, modernes Element. Sie passt hervorragend in schlichte Keramik- und Betontöpfe und macht sich gut auf Schreibtischen, Fensterbänken und Regalen. Als Mitbringsel oder kleines Geschenk ist sie wegen ihrer Glückssymbolik beliebt, vor allem zu Einzügen und Neuanfängen.
Stilistisch wirkt die Pilea am besten solo als klare Skulptur oder in lockerer Gruppe mit anderen Grünpflanzen unterschiedlicher Blattformen. Wer die runden Blätter mit feingliedrigem oder hängendem Grün kombiniert, schafft einen lebendigen Kontrast. Wichtig: Die Pflanze neigt sich stark zum Licht, weshalb ein freistehender Platz mit regelmäßigem Drehen den schönsten, gleichmäßigen Wuchs ergibt.
Ist Pilea (Glückstaler) giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde; keine bekannten Giftstoffe und keine Brennhaare. Sichere Wahl für Tier- und Kinderhaushalte.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Heller Standort mit indirektem Licht; pralle Mittagssonne meiden, etwas Morgensonne wird vertragen.
- 02Topf alle paar Tage um eine Vierteldrehung wenden, damit die Pflanze gleichmäßig und aufrecht wächst.
- 03Gießen, sobald die oberste Erdschicht (etwa 2 bis 3 cm) abgetrocknet ist, meist alle 7 bis 10 Tage; Staunässe unbedingt vermeiden.
- 04Empfindlich auf Fluorid im Leitungswasser: möglichst abgestandenes, gefiltertes Wasser oder Regenwasser verwenden, um braune Blattflecken zu vermeiden.
- 05Durchlässige, lockere Erde auf Kokos- oder Torfbasis mit Perlit; im Frühjahr und Sommer alle paar Wochen schwach düngen.
- 06Wohlfühltemperatur 15 bis 25 Grad, nicht unter etwa 10 Grad; kalte Zugluft, Heizungsluft und Klimaanlagen-Auslässe meiden.
- 07Ableger rund um die Basis lassen sich abtrennen und einwurzeln; so vermehrt man die Pflanze einfach weiter.
Häufige Fragen
- Ist die Pilea giftig für Katzen, Hunde oder Kinder?
- Nein. Die Pilea peperomioides gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde und enthält keine bekannten Giftstoffe; trotz Zugehörigkeit zur Brennnesselfamilie hat sie keine Brennhaare. Sie ist damit eine entspannte Wahl für Haushalte mit Tieren und kleinen Kindern.
- Warum wachsen meine Pilea-Blätter schief oder die Pflanze neigt sich?
- Die Pilea strebt stark zur Lichtquelle und entwickelt auf der lichtzugewandten Seite größere Blätter. Wer den Topf regelmäßig, etwa alle paar Tage, um eine Vierteldrehung wendet, bekommt einen gleichmäßigen, aufrechten Wuchs ohne einseitige Schieflage.
- Lässt sich die Pilea einfach vermehren?
- Ja, sehr. Die Mutterpflanze bildet rund um die Basis viele kleine Ableger, die man mit etwas Wurzel abtrennen und in eigene Töpfe setzen kann. Dadurch hat sie ihren Beinamen Freundschaftspflanze: Man verschenkt die Ableger weiter und vermehrt sie so über Generationen.
- Woher kommen braune Flecken auf den Blättern?
- Braune Punkte und Ränder entstehen oft durch Fluorid im Leitungswasser oder durch zu nasse Erde. Wir empfehlen abgestandenes oder gefiltertes Wasser, eine durchlässige Erde und Gießen erst, wenn die oberste Schicht abgetrocknet ist. So bleiben die Blätter über lange Zeit makellos.