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Pflanzen

Olivenbaum

Olea europaea · Oleaceae (Ölbaumgewächse)

Der Olivenbaum bringt mediterrane Ruhe auf jede Terrasse: silbrig schimmerndes Laub, ein knorriger Stamm und eine Ausstrahlung, die mit den Jahren nur schöner wird. Wir wählen kräftige, gut durchwurzelte Pflanzen mit kompakter Krone aus, denn ein gesunder Wurzelballen entscheidet darüber, ob ein Olivenbaum bei uns viele Sommer übersteht. Als Kübelpflanze ist er pflegeleicht und verzeiht eine vergessene Gießkanne eher als zu viel davon.

Olivenbaum mit silbergrünem Laub und knorrigem Stamm als mediterrane Kübelpflanze
Licht
Vollsonnig. Je mehr direkte Sonne, desto besser; der hellste verfügbare Platz auf Balkon oder Terrasse.
Gießen
Mäßig. Durchdringend wässern, dann antrocknen lassen; trockenheitsverträglich, aber empfindlich gegen Staunässe.
Pflege
Pflegeleicht
Botanisch
Olea europaea

Olivenbäume kommen in sehr unterschiedlichen Formen in den Handel: als junge Buschware, als formgeschnittenes Stämmchen mit runder Krone, als Solitär mit dickem, urig gedrehtem Stamm oder als Bonsai-artige Schalenpflanze. Für die Terrasse sind kompakte Hochstämmchen und kräftige Solitäre am beliebtesten, weil sie sofort Struktur in ein Arrangement bringen. Wichtig ist weniger die Höhe als der Stammumfang und die Dichte der Krone.

In der floristischen und gärtnerischen Verwendung ist der Olivenbaum ein klassischer Anker für mediterrane Pflanzkonzepte. Im Topf gepflanzt wird er Jahr für Jahr zum Mittelpunkt von Balkon und Terrasse; abgeschnittene Olivenzweige eignen sich zudem hervorragend als langlebiges, silbriges Schnittgrün in Sträußen und Kränzen. Das feste, leicht ledrige Laub welkt langsam und passt zu rustikalen wie zu modernen Stilen.

Qualität erkennt man am Wurzelwerk und am Laub: Ein guter Olivenbaum hat einen gut durchwurzelten, aber nicht völlig verfilzten Ballen, dicht beblätterte Triebe ohne kahle Stellen im Inneren und ein gleichmäßig silbergrünes Blatt ohne braune Spitzen. Stammschäden und lose sitzende Rinde sind ein Warnsignal. Wir achten beim Einkauf auf abgehärtete Ware, die nicht aus dem beheizten Gewächshaus direkt in den ersten kalten Frühlingswind gestellt wird.

Stilistisch lässt sich der Olivenbaum mühelos kombinieren: mit Lavendel, Rosmarin, Santolina und Gräsern entsteht ein duftendes Mittelmeerbeet, mit Terracotta und hellem Naturstein ein klar mediterranes Bild. In schlichten anthrazitfarbenen Kübeln wirkt derselbe Baum dagegen überraschend modern und grafisch. Sein silbriges Laub ist ein ruhiger Gegenpol zu kräftigen Blütenfarben und gibt jedem Ensemble Tiefe.

Ist Olivenbaum giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Ungiftig
Katzen
Ungiftig
Hunde
Ungiftig

Ungiftig für Katzen und Hunde und nicht auf den Giftpflanzenlisten der Tiermedizin gelistet. Große Mengen Laub können dennoch den Magen reizen, daher in Maßen.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Standort: so sonnig wie möglich, vollsonnig und windgeschützt. Auf Balkon und Terrasse der hellste Platz, im Zimmer nur als Notlösung direkt am Südfenster.
  • 02Gießen: durchdringend wässern, dann antrocknen lassen. Staunässe ist der häufigste Fehler und führt zu Wurzelfäule; lieber etwas zu trocken als zu nass halten.
  • 03Substrat und Topf: durchlässige, mineralische Kübelpflanzenerde mit Drainageschicht und Abzugsloch. Olivenbäume mögen es eher karg als überdüngt.
  • 04Düngen: von April bis August etwa alle zwei bis drei Wochen mit Kübelpflanzen- oder Mediterranpflanzen-Dünger, im Winter gar nicht.
  • 05Überwintern: nicht voll winterhart. Im Kübel hell und kühl bei etwa 5 bis 10 Grad frostfrei überwintern; ausgepflanzte Bäume nur in milden Lagen und gut geschützt, da Frost unter etwa minus 10 Grad schadet.
  • 06Schneiden: ein leichter Form- und Auslichtungsschnitt im Frühjahr genügt, der Baum hält seine Form von allein recht gut.

Häufige Fragen

Ist der Olivenbaum für Katzen und Hunde giftig?
Nein, Olea europaea gilt als ungiftig für Katzen und Hunde und steht nicht auf den Giftpflanzenlisten der Tiermedizin. Auch die Oliven selbst sind nicht giftig, schmecken roh aber sehr bitter. Knabbern Tiere viel Laub, kann es trotzdem den Magen-Darm-Trakt reizen, daher ist Mäßigung sinnvoll.
Ist der Olivenbaum winterhart und kann er draußen bleiben?
Olivenbäume sind nur bedingt winterhart und vertragen etwa bis minus 10 Grad, je nach Sorte und Standort. In Düsseldorf empfehlen wir, den Kübel hell und frostfrei bei rund 5 bis 10 Grad zu überwintern. Ausgepflanzt überleben sie nur in sehr milden, geschützten Lagen mit gutem Winterschutz.
Wie oft muss ich einen Olivenbaum im Kübel gießen?
Gießen Sie nach Bedarf statt nach festem Plan: erst durchdringend wässern, dann die oberen Zentimeter Erde abtrocknen lassen, bevor Sie erneut gießen. Im Hochsommer kann das täglich nötig sein, im Winter nur alle paar Wochen. Staunässe unbedingt vermeiden, sie ist die häufigste Todesursache.
Warum bekommt mein Olivenbaum gelbe oder braune Blätter?
Meist steckt zu viel Nässe oder Staunässe dahinter, seltener Lichtmangel im Winterquartier. Prüfen Sie das Abzugsloch und lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen. Ein moderater Blattverlust beim Standortwechsel ist normal; treibt der Baum frisch silbrig aus, ist alles in Ordnung.

Olivenbaum bei Fleura

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