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Pflanzen

Lavendel (Pflanze)

Lavandula angustifolia · Lippenblütler (Lamiaceae)

Echter Lavendel im Topf bringt das Flair der Provence auf Balkon und Terrasse - silbrig-graues Laub, dichte Blütenähren und dieser unverwechselbare, beruhigende Duft. Als robuste, sonnenliebende Kübelpflanze ist er pflegeleicht und über Jahre treu. Wir wählen kräftige, gut durchwurzelte Pflanzen mit festem Wuchs, damit sie nach dem Einpflanzen sofort durchstarten.

Echter Lavendel als Topfpflanze mit silbrig-grünem Laub und violetten Blütenähren
Licht
Vollsonnig und warm; mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich für kompakten Wuchs und reiche Blüte.
Gießen
Sparsam gießen, erst wenn die obere Erde abgetrocknet ist; Trockenheit wird gut vertragen, Staunässe keinesfalls.
Pflege
Pflegeleicht
Botanisch
Lavandula angustifolia

Lavandula angustifolia, der Echte oder Schmalblättrige Lavendel, ist die winterhärteste und duftintensivste Lavendelart und damit die erste Wahl für deutsche Gärten und Kübel. Im Handel dominieren kompakte, bewährte Sorten: Hidcote Blue mit dunkel blauvioletten, stark duftenden Ähren und langsamem, dichtem Wuchs sowie Munstead, eine früh und reich blühende Sorte mit hellerem Blauviolett und schnellerem Wachstum. Weiße Formen wie Edelweiss und rosa Auslesen wie Rosea erweitern die Farbpalette.

In der Floristik und Wohngestaltung spielt Lavendel eine Doppelrolle. Als lebende Topfpflanze ist er ein duftendes Sommer-Highlight für Balkonkästen, Pflanzschalen und sonnige Fensterbänke im Freien. Getrocknet behält er Farbe und Aroma über Monate und wandert in Sträuße, Kränze und Duftsäckchen. Geschnittene Blütenstiele halten in der Vase einige Tage und sind ein Klassiker für rustikale, naturnahe Gestecke.

Qualität erkennt man an silbrig-grünem, gesundem Laub ohne braune oder kahle Stellen, an einem buschigen, von unten gut verzweigten Wuchs und an festen Wurzelballen. Eine Pflanze, die nicht überdüngt und nicht zu feucht gezogen wurde, bleibt kompakt, blühfreudig und verholzt langsamer. Wir achten beim Einkauf bewusst auf solche kräftigen, nicht aufgepushten Exemplare - das zahlt sich in Langlebigkeit aus.

Stilistisch passt Lavendel zu allem, was nach Süden, Landhaus und mediterraner Leichtigkeit aussieht. In Kombination mit Rosmarin, Salbei, Olivenbäumchen oder Gräsern entsteht ein duftendes Kübel-Ensemble; mit Rosen, Schafgarbe und Ziergräsern wird daraus ein verspieltes Naturbeet. Die kühlen Violett- und Blautöne wirken besonders harmonisch zu warmem Terracotta, Zink und naturbelassenem Holz.

Ist Lavendel (Pflanze) giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Ungiftig
Katzen
Leicht reizend
Hunde
Leicht reizend

Laut ASPCA ist Lavendel mild giftig für Katzen, Hunde und Pferde; die ätherischen Stoffe Linalool und Linalylacetat können bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit auslösen. Der starke Duft hält die meisten Tiere fern. Konzentriertes ätherisches Lavendelöl besonders von Katzen fernhalten, da sie ätherische Öle kaum abbauen.

Typische Symptome: Nach Verzehr bei Katze und Hund: Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit.

Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Standort: vollsonnig und warm - je mehr Sonne, desto kompakter der Wuchs und intensiver der Duft.
  • 02Substrat: durchlässig, eher mager und gern kalkhaltig; Kübel mit Drainageschicht und Loch verwenden, Staunässe unbedingt vermeiden.
  • 03Gießen: sparsam und erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist; lieber durchdringend als häufig - Lavendel verträgt Trockenheit besser als Nässe.
  • 04Schneiden: zweimal jährlich nach der Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Methode - kräftiger Rückschnitt im Frühjahr, leichter Schnitt nach der ersten Blüte, nie ins alte Holz schneiden.
  • 05Düngen: nur sehr maßvoll; überdüngter Lavendel verholzt schnell, blüht weniger und wird winteranfälliger.
  • 06Überwintern: in milden Weinbauregionen meist winterhart bis etwa minus 15 Grad; im Kübel an geschützten Platz stellen, einpacken und Wurzelballen vor Durchfrieren schützen.

Häufige Fragen

Ist Lavendel giftig für Katzen, Hunde oder Kinder?
Lavendel gilt als mild giftig für Katzen, Hunde und Pferde - verantwortlich sind die ätherischen Inhaltsstoffe Linalool und Linalylacetat. Beim Anknabbern größerer Mengen können Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit auftreten. Der intensive Duft hält die meisten Tiere ohnehin auf Abstand, sodass die Topfpflanze im Alltag selten ein Problem ist. Deutlich kritischer ist konzentriertes ätherisches Lavendelöl: Katzen können ätherische Öle kaum abbauen, daher gehört unverdünntes Öl grundsätzlich außer Reichweite.
Wann blüht Lavendel und wie lange?
Echter Lavendel blüht in der Regel von Juni bis August. Mit einem leichten Rückschnitt direkt nach der ersten Blüte regt man bei vielen Sorten eine zweite, schwächere Nachblüte bis in den September an. Munstead startet meist etwas früher, Hidcote bleibt kompakter und besonders duftstark.
Warum verholzt mein Lavendel und wird kahl?
Verholzen ist normal, lässt sich aber stark verzögern. Die häufigsten Ursachen sind fehlender oder zu später Schnitt, zu viel Dünger und zu nasser Boden. Schneiden Sie konsequent zweimal jährlich, aber nie tief ins alte Holz, halten Sie das Substrat mager und durchlässig und gießen Sie sparsam - so bleibt die Pflanze über viele Jahre buschig und blühfreudig.
Kann ich Lavendel im Topf überwintern?
Ja. Echter Lavendel ist die winterhärteste Art und übersteht im Garten in milden Lagen etwa minus 15 Grad. Im Kübel ist der Wurzelballen exponierter und friert leichter durch - stellen Sie den Topf daher an eine geschützte Hauswand, packen Sie ihn in Vlies oder Jute ein und gießen Sie an frostfreien Tagen nur sparsam. Staunässe im Winter ist gefährlicher als Kälte.

Lavendel (Pflanze) bei Fleura

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