Blumenlexikon
Färberkamille
Cota tinctoria · Korbblütler (Asteraceae)
Die Färberkamille bringt ein Stück Sommerwiese in den Strauß: kräftig goldgelbe Margeritenblüten auf feinem, aromatisch duftendem Laub. Sie wirkt herrlich natürlich und unprätentiös und ist deshalb der heimliche Liebling für lockere, wiesige Sträuße. Weil wir sie frisch an der Veiling Rhein-Maas einkaufen und nicht über lange Großhandelswege, kommt sie mit straffen Stielen und voller Standfestigkeit in die Vase.

- Saison
- Juni – Juli – August – September
- Vasenleben
- 7–12 Tage
- Lateinisch
- Cota tinctoria
- Farben
- Goldgelb, Zitronengelb, Cremeweiß, Hellgelb
Botanisch heißt die Färberkamille heute Cota tinctoria, im Gartenhandel begegnet man ihr aber meist noch unter dem alten Namen Anthemis tinctoria. Sie gehört zu den Korbblütlern und unterscheidet sich von der Echten Kamille durch ihre sattgelben statt weißen Blüten und den deutlich kräftigeren, buschigeren Wuchs. Die Blütenköpfe sitzen einzeln auf langen, leicht behaarten Stielen, was sie für die Schnittfloristik besonders dankbar macht.
Beliebt sind vor allem ausgewählte Sorten: Kelwayi mit reinem, leuchtendem Goldgelb, das zitronig-helle E. C. Buxton sowie cremig-zarte Auslesen, die sich harmonisch in pastellige Sommersträuße einfügen. Diese Sortenvielfalt erlaubt es, mit ein und derselben Blume ganz unterschiedliche Stimmungen zu treffen, vom kräftigen Bauerngarten-Look bis zur softeren, gedeckten Farbpalette.
In der Floristik schätzen wir die Färberkamille als typische Füll- und Streublume. Sie lockert kompakte Rosen- oder Dahliensträuße auf, gibt ihnen einen lebendigen, naturnahen Charakter und bringt mit ihrem warmen Gelb sofort Sonne ins Bunde. In modernen, lockeren Bindeweisen darf sie auch solistisch in größeren Mengen auftreten und trägt dann ganz allein einen sommerlichen, wiesigen Strauß.
Ein gutes Qualitätsmerkmal ist der Aufblühzustand: Ideal sind Stiele, bei denen die ersten Blüten geöffnet, weitere aber noch in der Knospe sind, denn dann blüht der Strauß tagelang nach. Wir achten beim Einkauf konsequent auf feste Stiele und frisches Laub, weil gerade bei filigranen Wiesenblumen die Haltbarkeit steht und fällt mit der Frische am Einkaufstag. Farblich kombiniert sich die Färberkamille mühelos mit Kornblumen, Schafgarbe, Gräsern, Disteln und allem, was nach Sommerwiese aussieht.
Ist Färberkamille giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Die Färberkamille gilt als ungiftig für Haustiere und Kinder und steht nicht auf den gängigen Giftpflanzenlisten. Größere Mengen sollten Tiere dennoch nicht fressen, da sonst leichte Magen-Darm-Reizungen auftreten können.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Stiele schräg anschneiden und untere Blätter entfernen, die ins Wasser ragen würden, sonst trübt das Vasenwasser schnell ein.
- 02Saubere Vase mit lauwarmem Wasser und Frischhaltemittel verwenden; das verlängert die Haltbarkeit dieser Wiesenblume spürbar.
- 03Vasenwasser alle zwei Tage wechseln und die Stielenden dabei jeweils ein kleines Stück nachschneiden.
- 04Kühl und nicht in praller Sonne aufstellen, fern von Obstschalen und Heizkörpern, da Wärme das Aufblühen beschleunigt.
- 05Verblühte Einzelblüten regelmäßig auszupfen, damit die Knospen nachblühen und der Strauß lange frisch wirkt.
Häufige Fragen
- Wie lange hält Färberkamille in der Vase?
- Bei frischem Schnitt und regelmäßigem Wasserwechsel hält die Färberkamille meist sieben bis zwölf Tage. Entscheidend ist die Frische beim Einkauf: Stiele mit teils noch geschlossenen Knospen blühen tagelang nach und halten dadurch deutlich länger.
- Ist Färberkamille giftig für Katzen, Hunde oder Kinder?
- Die Färberkamille gilt als ungiftig und steht nicht auf den gängigen Giftpflanzenlisten. Sie ist damit unbedenklicher als die giftige Stinkende Hundskamille (Anthemis cotula) oder die Römische Kamille. Wie bei allen Schnittblumen gilt aber: Haustiere sollten Pflanzenteile nicht in größeren Mengen fressen, da sonst leichte Magen-Darm-Reizungen möglich sind.
- Wann hat die Färberkamille Saison?
- Die Hauptsaison liegt im Sommer, etwa von Juni bis September, mit dem Höhepunkt der Blüte im Juli und August. In dieser Zeit ist sie als Schnittblume frisch und in bester Qualität verfügbar.
- Wofür wurde die Färberkamille früher verwendet?
- Ihr botanischer Beiname tinctoria bedeutet „die Färbende“. Aus den ausgekochten Blüten gewann man früher einen warmen Gelbton zum Färben von Wolle und Stoffen. Heute steht die schöne, naturnahe Blüte in der Floristik im Vordergrund.