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Saisonblumen: Monat für Monat durchs Jahr

Welche Schnittblumen wann Hochsaison haben — und warum saisonal fast immer frischer, länger haltbar und günstiger bedeutet. Der komplette Jahreskalender.

Saisonaler Blumenstrauß im Tageslicht — Frische der Jahreszeit

Eine Blume in ihrer Hochsaison ist ein anderes Produkt als dieselbe Blume im Gegenmonat: kräftigere Stiele, vollere Blüten, oft intensiverer Duft — und ein deutlich niedrigerer Preis. Wer den Jahresrhythmus kennt, kauft nicht nur schöner, sondern auch klüger. Dieser Überblick führt Monat für Monat durch das Schnittblumenjahr und zeigt, wann sich welche Blume wirklich lohnt.

Warum Saisonalität überhaupt zählt. Schnittblumen werden im Überfluss geerntet, wenn die Natur sie liefert — dann ist die Ware reichlich, der Großhandel günstig und die Qualität auf dem Höhepunkt. Gegen die Saison muss dieselbe Blume aus dem Gewächshaus oder von der Südhalbkugel eingeflogen werden: teurer, oft mit längeren Transportwegen und kürzerer Vasenzeit, weil die Stiele schon Tage unterwegs sind. Saisonal kaufen heißt deshalb fast immer: frischer in der Vase, länger Freude, weniger Geld. Wer das durchdenken will, findet den passenden Einkaufs-Leitfaden unter „Saisonblumen kaufen“.

Januar bis Februar — Knospen mitten im Winter. Das Jahr beginnt mit Zwiebelblumen: Tulpen kommen ab Januar in jeder Farbe in den Handel, Ranunkeln und Anemonen folgen mit ihren dichten, fast unwirklich gefüllten Blüten. Hyazinthen und Narzissen bringen den ersten Duft ins Haus, Amaryllis hält ihre Hochsaison aus der Weihnachtszeit noch in den Januar hinein. Diese frühen Frühlingsboten sind günstig, weil sie millionenfach unter Glas gezogen werden — ideal für helle, frische Sträuße in der dunkelsten Zeit des Jahres.

März bis Mai — die große Frühlingswelle. Jetzt öffnet sich das breiteste Fenster des Jahres. Im März und April stehen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Anemonen und Ranunkeln in voller Pracht und zu Tiefstpreisen. Der Mai ist der heimliche Höhepunkt: Pfingstrosen mit ihrer extrem kurzen Saison, dazu Flieder, Maiglöckchen, Iris, frühe Rosen und Wicken. Wer Pfingstrosen liebt, sollte im Mai zugreifen — außerhalb von Mai und Juni gibt es sie in Europa kaum, und Importe kosten ein Vielfaches. Es ist auch die Saison rund um den Muttertag, in der saisonale Sträuße besonders überzeugen.

Juni bis August — der Sommer aus dem Vollen. Im Hochsommer kann man bei Schnittblumen wirklich schöpfen. Sonnenblumen starten ihre lange Saison ab Juli, Gladiolen prägen Juli und August, Sommerklassiker wie Zinnien, Löwenmäulchen, Margeriten, Skabiosen, Kornblumen, Lisianthus und Schleierkraut füllen die Eimer. Der August ist Hortensien-Monat schlechthin. Es ist die Zeit für üppige, wiesige Sträuße — und die ideale Saison, um regional und nach dem Slow-Flowers-Gedanken zu kaufen. Was im Sommer zu beachten ist, vertieft der Guide „Blumen im Sommer“.

September bis Dezember — Fülle, dann Übergang. Der Spätsommer bringt Dahlien in ihrer ganzen Formenvielfalt, von Pompon bis tellergroß, dazu Astern und die ersten Chrysanthemen. Dahlien halten bis in den Oktober, dann übernehmen Chrysanthemen klar das Zepter — sie sind die Herbstblume schlechthin und tragen die Saison bis in den November. Im November beginnt zugleich wieder die Amaryllis-Saison, die zu Weihnachten ihre Hochsaison feiert. Ergänzt durch Eukalyptus, Ruscus und winterliches Grün entstehen so warme, dichte Sträuße, die die kalte Jahreszeit tragen.

Ganzjährige Begleiter — und warum auch sie eine beste Zeit haben. Rosen, Nelken, Gerbera, Lilien, Freesien, Lisianthus, Chrysanthemen, Orchideen und Calla sind das ganze Jahr verfügbar, weil sie kontrolliert im Gewächshaus produziert werden. Aber auch hier gibt es Qualitätsfenster: Freilandrosen im Sommer sind duftender und kräftiger als ihre Winter-Pendants, Freesien glänzen im Frühjahr. Diese Dauerläufer sind die verlässliche Basis, während die echten Saisonstars den Charakter eines Straußes ausmachen. Eine gute Faustregel: ein bis zwei ganzjährige Stützen, der Rest aus dem, was gerade Hochsaison hat.

So nutzt man den Kalender im Alltag. Erstens: Kaufen Sie das, was gerade üppig in den Eimern steht — das ist immer die frischeste und preiswerteste Wahl. Zweitens: Planen Sie kurze Saisons aktiv ein. Pfingstrosen und Flieder sind im Mai da und im Juli vorbei; Maiglöckchen sind nur wenige Wochen verfügbar. Drittens: Achten Sie auf Haltbarkeit — saisonale, reif geerntete Stiele halten bei guter Pflege länger, weil sie nicht tagelang im Frachtraum lagen. Bei Fleura entscheidet die Tagesware an der Veiling Rhein-Maas, was in die Sträuße kommt; was gerade Saison hat, landet zuerst im Eimer. Die richtige Pflege nach dem Kauf ist dann der zweite Hebel für eine lange Vasenzeit.

Häufige Fragen

Warum sind saisonale Blumen günstiger?
In ihrer Hochsaison wachsen Blumen in großen Mengen im Freiland oder mit minimalem Energieaufwand. Das Angebot ist hoch, die Produktionskosten niedrig — beides drückt den Preis. Gegen die Saison müssen dieselben Blumen energieintensiv im Gewächshaus gezogen oder eingeflogen werden, was sie deutlich teurer macht.
Welche Blumen gibt es das ganze Jahr?
Rosen, Nelken, Gerbera, Lilien, Freesien, Lisianthus, Chrysanthemen, Orchideen und Calla sind ganzjährig verfügbar, weil sie kontrolliert im Gewächshaus produziert werden. Aber auch sie haben Qualitätsfenster: Freilandrosen im Sommer sind kräftiger und duftender als Winterware.
Wann haben Pfingstrosen Saison?
Pfingstrosen haben in Europa eine sehr kurze Saison von etwa Ende April bis Juni, mit dem klaren Höhepunkt im Mai. Wer sie liebt, sollte in diesem Fenster kaufen — außerhalb der Saison sind sie nur als teure Importe von der Südhalbkugel erhältlich.
Sind saisonale Blumen länger haltbar?
In der Regel ja. Saisonale Stiele werden reif und mit kurzen Transportwegen geerntet, sodass sie nicht tagelang gekühlt unterwegs sind. Frisch und schonend gehandelt halten sie bei guter Pflege länger als Importware, die schon einen Großteil ihrer Vasenzeit auf dem Weg verbraucht hat.

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