Blumenlexikon
Solidaster
x Solidaster · Asteraceae
Solidaster ist eine botanische Rarität im Alltagsgewand: eine echte Gattungskreuzung aus Goldrute und Aster, die es als eigenständige Handelsware in jede Blumenbörse geschafft hat. Seine dichten Rispen tragen hunderte winziger Astern-Blütchen in hellem Gelb — weicher und kühler als das satte Gold der Solidago. Wir kaufen ihn ganzjährig frisch an der Veiling Rhein-Maas.

- Saison
- Ganzjährig
- Vasenleben
- 7–14 Tage
- Lateinisch
- x Solidaster
- Farben
- Hellgelb, Kanariengelb, Cremegelb
Das x vor dem Namen ist kein Tippfehler, sondern die botanische Kennzeichnung einer Gattungshybride. Vom Aster-Elternteil hat Solidaster den kleinen, hellen Strahlenkranz um jedes Blütchen geerbt, von der Goldrute die dicht verzweigten Rispen und die robuste Natur. Die wichtigste Handelssorte ist seit Jahrzehnten „Lemore“ mit besonders gleichmäßigem, hellem Gelb.
In der Praxis unterscheidet den Solidaster vor allem der Farbton von der Solidago: Sein Gelb ist heller, cremiger und lässt sich dadurch auch mit Pastelltönen kombinieren, an denen das kräftige Goldgelb der Goldrute scheitern würde. Neben Rosa, Flieder und Weiß wirkt er freundlich statt grell.
Floristisch ist er ein Füller erster Klasse: Die Rispen schließen Lücken, geben runden Sträußen einen weichen Rand und bringen Licht in dunkle Farbklänge. Bei Trauerfloristik in Gelb-Weiß ist er ebenso zu Hause wie im sommerlichen Marktstrauß mit Sonnenblumen und Gerbera.
Beim Einkauf gilt dieselbe Regel wie bei der Goldrute: Rispen mit überwiegend geschlossenen, gerade aufhellenden Knospen wählen. Voll aufgeblühte Ware stäubt schneller und wirft in der Vase feinen gelben Blütenstaub auf Möbel — ein klassischer Reklamationsgrund, der sich durch frischen Einkauf vermeiden lässt.
Ein unterschätzter Zug: Solidaster trocknet ordentlich und behält dabei einen groben Teil seiner Farbe. Für Trockenwerkstätten ist er zwar nicht erste Wahl, aber übrig gebliebene Bunde müssen nicht in die Tonne — kopfüber aufgehängt geben sie noch Wochen später Füllmaterial für Kränze her.
Ist Solidaster giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Solidaster gilt wie Goldrute und Aster für Katzen, Hunde und Kinder als ungiftig. Vom Verzehr größerer Mengen ist wie bei allen Schnittblumen dennoch abzuraten.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Stiele schräg anschneiden und in reichlich frisches Wasser stellen — Solidaster trinkt viel.
- 02Untere Blätter entfernen, damit kein Laub im Wasser fault.
- 03Wasserstand täglich prüfen und großzügig nachfüllen.
- 04Wasser alle zwei bis drei Tage komplett wechseln, Frischhaltemittel zugeben.
- 05Nicht in pralle Sonne oder neben die Obstschale stellen.
- 06Verblühte, stäubende Rispenteile herausschneiden — der Rest blüht weiter.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Solidaster und Solidago?
- Solidago ist die reine Goldrute mit winzigen, komplett gelben Blütchen in kräftigem Goldton. Solidaster ist ihre Kreuzung mit einer Aster: Die Blütchen sind etwas größer, tragen einen hellen Strahlenkranz, und das Gelb ist merklich heller und cremiger. Verarbeitet werden beide gleich, farblich decken sie aber unterschiedliche Paletten ab.
- Wie lange hält Solidaster in der Vase?
- Bei guter Pflege sieben bis vierzehn Tage. Wie die Goldrute ist er sehr durstig — wer den Wasserstand täglich kontrolliert und alle zwei Tage frisches Wasser gibt, holt die volle Haltbarkeit heraus.
- Ist Solidaster giftig für Katzen oder Hunde?
- Nein, Solidaster gilt wie seine Elternpflanzen Goldrute und Aster als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Größere gefressene Mengen können allenfalls den Magen verstimmen.
- Wann hat Solidaster Saison?
- Die natürliche Blütezeit liegt im Sommer, doch dank niederländischem Gewächshausanbau ist Solidaster praktisch ganzjährig über die Versteigerung verfügbar. Die Qualität ist dabei erfreulich konstant.