Blumenlexikon
Triteleia
Triteleia · Asparagaceae
Die Triteleia ist ein Geheimtipp unter den Sommerblumen: lockere Dolden aus trichterförmigen Sternblüten in klarem Violettblau auf blattlosen, drahtigen Stielen. Sie erinnert an einen zierlichen Agapanthus, kostet aber nur einen Bruchteil — und gehört mit bis zu zwei Wochen Haltbarkeit zu den langlebigsten Schnittblumen überhaupt. Meist läuft sie im Handel unter der Sorte ‚Queen Fabiola‘.

- Saison
- Mai – Juni – Juli
- Vasenleben
- 10–14 Tage
- Lateinisch
- Triteleia
- Farben
- Violettblau, Hellblau, Weiß
Botanisch war die Triteleia lange bei Brodiaea eingeordnet, und an der Versteigerung laufen beide Namen bis heute nebeneinander — gemeint ist meist Triteleia laxa. Die dominierende Sorte ist die violettblaue ‚Queen Fabiola‘, ergänzt um hellblaue und weiße Auslesen wie ‚Silver Queen‘.
Ihr größtes Pfund ist die Haltbarkeit: Die Knospen einer Dolde öffnen sich über viele Tage nacheinander, sodass ein Stiel gut zehn bis vierzehn Tage attraktiv bleibt. Verblühte Einzelblüten zupft man einfach heraus, und die nächsten Trichter rücken nach — ein kleines Perpetuum mobile in der Vase.
Beim Einkauf achten wir auf Dolden, bei denen erst zwei, drei Blüten geöffnet sind und die restlichen Knospen bereits Farbe zeigen. Ganz grüne Knospen öffnen sich in der Vase manchmal nicht mehr vollständig; hier zahlt sich frische Ware direkt von der Veiling aus.
Gestalterisch ist die Triteleia ein wunderbarer Blau-Lieferant für den Sommer — eine Farbe, die im Sortiment immer knapp ist. Sie gibt Wiesensträußen mit Margeriten, Kornblumen und Gräsern Tiefe, funktioniert aber auch elegant zu Weiß und Silbergrün. Die blattlosen Stiele lassen sich extrem leicht einbinden, weil nichts entlaubt werden muss.
Fehler kann man bei dieser Blume kaum machen. Nur zwei Dinge mag sie nicht: stehendes, altes Wasser und direkte Mittagssonne am Standort. Wer beides vermeidet, bekommt eine der unkompliziertesten Vasenblumen des Jahres.
Ist Triteleia giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Die Triteleia gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen; die Knollen verwandter Arten dienten indigenen Völkern Nordamerikas sogar als Nahrung. Vom Verzehr raten wir dennoch grundsätzlich ab.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Stiele schräg anschneiden und in frisches Wasser mit Frischhaltemittel stellen.
- 02Wasser alle zwei bis drei Tage wechseln, dann bleibt die Dolde bis zu zwei Wochen schön.
- 03Verblühte Einzelblüten regelmäßig auszupfen — die restlichen Knospen öffnen sich nach.
- 04Hell, aber ohne direkte Mittagssonne aufstellen.
- 05Dolden mit vielen farbigen, noch geschlossenen Knospen kaufen — sie haben die längste Vasenzeit vor sich.
Häufige Fragen
- Wie lange hält Triteleia in der Vase?
- Zehn bis vierzehn Tage — damit gehört sie zur Spitzengruppe der Schnittblumen. Die Knospen der Dolde öffnen sich nacheinander; wer Verblühtes auszupft und das Wasser frisch hält, hat oft sogar noch länger Freude an ihr.
- Ist Triteleia dasselbe wie Brodiaea?
- Fast: Beide sind eng verwandt, und die Triteleia wurde früher zur Gattung Brodiaea gezählt. Im Blumenhandel werden die Namen bis heute oft synonym verwendet — die bekannte ‚Queen Fabiola‘ ist korrekt eine Triteleia laxa.
- Ist Triteleia giftig für Katzen?
- Nein, die Triteleia gilt als haustierfreundlich — eine Seltenheit unter den Zwiebel- und Knollenblumen. Für Haushalte mit neugierigen Katzen ist sie deshalb eine gute blaue Alternative zu giftigen Arten wie Agapanthus oder Iris.
- Wann ist Triteleia erhältlich?
- Die Hauptsaison an der Versteigerung läuft von Mai bis Juli, mit dem Schwerpunkt im Juni. Als Gartenpflanze blüht die im Herbst gesteckte Knolle zur gleichen Zeit — ein guter Lückenfüller zwischen Frühlings- und Hochsommerflor.