Pflanzen
Bohnenkraut
Satureja · Lamiaceae
Bohnenkraut ist der klassische Partner aller Hülsenfrüchte: Sein pfeffrig-würziges Aroma macht Bohnen, Linsen und Eintöpfe bekömmlicher und runder im Geschmack — nicht umsonst heißt es auch Pfefferkraut. Im Topf und Beet ist es ausgesprochen pflegeleicht. Wir kaufen unsere Kräutertöpfe in kräftiger Gärtnerqualität über die Veiling Rhein-Maas ein.

- Licht
- Volle Sonne — je sonniger, desto würziger.
- Gießen
- Mäßig — Erde antrocknen lassen, Staunässe vermeiden.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Satureja
Hinter Bohnenkraut stecken zwei Arten mit unterschiedlichem Charakter: Das einjährige Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis) ist weicher im Laub und feiner im Aroma, das mehrjährige, verholzende Winter-Bohnenkraut (Satureja montana) ist winterhart, herber und deutlich schärfer. Für die feine Küche greift man zum Sommer-, für die dauerhafte Kräuterecke zum Winter-Bohnenkraut.
Sein Ruf als Bohnenkraut kommt nicht von ungefähr: Die ätherischen Öle, allen voran Carvacrol, harmonieren geschmacklich mit Hülsenfrüchten und gelten traditionell als verdauungsfördernd. Ein ganzer Zweig wird mitgekocht und vor dem Servieren entfernt — fein gehackt dosiert man sparsam, das Kraut ist kräftiger als Thymian.
Wie die meisten Lippenblütler will Bohnenkraut volle Sonne und eher mageren, durchlässigen Boden. Im Balkonkasten neben Thymian, Rosmarin und Oregano fühlt es sich wohl; nur vom durstigen Basilikum hält man es besser getrennt, weil die Gießrhythmen nicht zusammenpassen.
Die kleinen weißen bis zartlila Lippenblüten erscheinen ab Juli und sind eine hervorragende Bienenweide — besonders das späte Winter-Bohnenkraut, das bis in den Oktober blüht, wenn viele andere Trachten schon vorbei sind.
Geerntet wird laufend; das volle Aroma erreicht das Kraut kurz vor der Blüte. Sommer-Bohnenkraut lässt sich hervorragend bündeln und trocknen und behält dabei seine Würzkraft — ein ehrliches, unkompliziertes Vorratskraut.
Ist Bohnenkraut giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Bohnenkraut gilt für Katzen, Hunde und Kinder als ungiftig und ist ein etabliertes Küchenkraut. Wie bei allen kräftigen Gewürzkräutern können sehr große Mengen empfindliche Mägen reizen — im normalen Umgang unbedenklich.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Vollsonniger, warmer Standort im Topf oder Beet.
- 02Mäßig gießen — kurze Trockenphasen sind besser als nasse Erde.
- 03Magere, durchlässige Erde verwenden und sparsam düngen.
- 04Regelmäßig schneiden, das hält die Pflanze kompakt und liefert Nachschub.
- 05Winter-Bohnenkraut nicht ins alte Holz zurückschneiden.
- 06Sommer-Bohnenkraut vor der Blüte ernten und für den Vorrat trocknen.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winter-Bohnenkraut?
- Sommer-Bohnenkraut ist einjährig, weichlaubig und feiner im Geschmack; es wird jedes Jahr neu gesät. Winter-Bohnenkraut ist ein mehrjähriger, verholzender Halbstrauch, winterhart und deutlich schärfer-herber. Beide würzen Hülsenfrüchte, das Sommer-Bohnenkraut gilt als das edlere Küchenkraut.
- Ist Bohnenkraut giftig für Katzen oder Hunde?
- Nein, Bohnenkraut gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Es ist ein normales Küchengewürz; nur sehr große gefressene Mengen könnten wie bei jedem würzigen Kraut den Magen reizen.
- Warum kocht man Bohnenkraut bei Bohnen mit?
- Zum einen wegen des pfeffrig-würzigen Geschmacks, der Hülsenfrüchte hervorragend ergänzt. Zum anderen gelten die ätherischen Öle traditionell als verdauungsfördernd und blähungsmindernd. Ein ganzer Zweig zieht im Topf mit und wird vor dem Servieren entfernt.
- Ist Bohnenkraut winterhart?
- Das Winter-Bohnenkraut (Satureja montana) ja — es übersteht als verholzender Halbstrauch normale mitteleuropäische Winter im Beet. Das Sommer-Bohnenkraut ist einjährig und stirbt im Herbst ab; es wird ab Mai jedes Jahr neu gesät oder als Jungpflanze gesetzt.