Website in Entwicklung

Pflanzen

Cymbidium

Cymbidium · Orchidaceae

Die Cymbidium, deutsch Kahnorchidee, ist die Königin unter den Winterorchideen: lange, bogig überhängende Rispen mit bis zu zwanzig wachsartigen Blüten, die am kühlen Standort zwei Monate und länger halten. Sie ist keine Fensterbank-Orchidee für das warme Wohnzimmer, sondern eine Kalthaus-Pflanze mit klaren Ansprüchen. Wer ihr die gibt, wird mit einer der spektakulärsten Blüten des Orchideenjahres belohnt — wir kaufen sie von Oktober bis März frisch an der Veiling Rhein-Maas ein.

Floristik-Foto von Fleura: Orchidee mit langer, dicht besetzter Blütenrispe in Grün- und Cremetönen
Licht
Sehr hell, volle Morgen- und Abendsonne erlaubt, nur Mittagssonne leicht schattieren.
Gießen
Im Sommer reichlich und regelmäßig, im kühlen Winterquartier sparsam — Ballen nie dauerhaft nass.
Pflege
Anspruchsvoll
Botanisch
Cymbidium

Der Name kommt vom griechischen „kymbos“, Kahn, nach der bootförmigen Lippe der Blüte. Im Handel gibt es großblumige Standard-Hybriden mit bis zu zwölf Zentimeter großen Einzelblüten und kompaktere Mini-Cymbidien, die sich für normale Wohnungen deutlich besser eignen. Die Farbpalette reicht von klarem Grün über Creme und Gelb bis zu Rosa und Braunrot, fast immer mit gezeichneter Lippe.

Entscheidend für das Verständnis dieser Orchidee ist ihre Herkunft aus Höhenlagen des Himalaya: Sie will es kühl. Ideal sind 10 bis 18 Grad, ein ungeheizter Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder ein kühles Schlafzimmer. Im warmen Wohnzimmer über 20 Grad fallen Knospen ab und die Blüte verkürzt sich drastisch.

Der Blühauslöser ist der Temperaturabfall im Spätsommer. Deshalb gehört eine Cymbidium von Mai bis in den Oktober nach draußen an einen hellen, mittags leicht schattierten Platz — die kühlen Nächte ab August setzen die Blütenrispen an. Wer sie ganzjährig drinnen hält, sieht praktisch nie eine zweite Blüte.

Cymbidien sind für Orchideen ungewöhnlich hungrig und durstig: Sie wachsen in einem dichten Ballen fleischiger Wurzeln, wollen im Sommer reichlich Wasser und regelmäßig Dünger. Anders als Phalaenopsis verträgt sie kurzzeitig auch mal einen ausgetrockneten Ballen besser als dauernde Nässe im kalten Winterquartier.

Ein typischer Fehler ist zu frühes und zu großzügiges Umtopfen: Cymbidien blühen am besten, wenn der Topf gut durchwurzelt, fast beengt ist. Umgetopft wird nur alle zwei bis drei Jahre nach der Blüte, in grobes Substrat und einen nur wenig größeren Topf.

In der Floristik ist die Cymbidium doppelt präsent: als Topfpflanze und als edler Schnittstiel. Einzelne Blüten halten in Röhrchen wochenlang und sind ein Klassiker in Brautsträußen und gehobener Tischdekoration — kaum eine andere Blüte wirkt so wertig bei so guter Haltbarkeit.

Ist Cymbidium giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Ungiftig
Katzen
Ungiftig
Hunde
Ungiftig

Cymbidien gelten wie die meisten Orchideen als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Vom Anknabbern ist wie bei allen Zierpflanzen dennoch abzuraten.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Kühl stellen: 10–18 °C sind ideal, warme Wohnzimmer verkürzen die Blüte deutlich.
  • 02Sehr hell, aber mittags leicht schattiert — Cymbidien brauchen mehr Licht als Phalaenopsis.
  • 03Im Sommer reichlich gießen und alle zwei Wochen düngen, im Winter deutlich reduzieren.
  • 04Von Mai bis Oktober nach draußen stellen; kühle Spätsommernächte lösen die Blüte aus.
  • 05Erst nach der Blüte und nur alle zwei bis drei Jahre in einen knapp bemessenen Topf umtopfen.
  • 06Verblühte Rispen an der Basis abschneiden, sie treiben nicht erneut.

Häufige Fragen

Ist die Cymbidium giftig für Katzen oder Hunde?
Nein, die Kahnorchidee gilt wie die meisten Orchideen als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Angeknabberte Blätter können höchstens eine leichte Magenverstimmung verursachen.
Warum wirft meine Cymbidium die Knospen ab?
Fast immer ist es zu warm. Cymbidien sind Kalthaus-Orchideen; über 20 Grad, besonders in trockener Heizungsluft, werden Knospen abgeworfen und offene Blüten welken früh. Ein kühler, heller Platz bei 10 bis 18 Grad löst das Problem in den meisten Fällen.
Wie bringe ich meine Cymbidium wieder zum Blühen?
Der Schlüssel ist der Sommer im Freien: von Mai bis Oktober hell und mittags leicht schattiert draußen kultivieren, gut gießen und düngen. Die kühlen Nächte ab August mit Temperaturen um 8 bis 12 Grad setzen die Blütenrispen an. Erst kurz vor den ersten Frösten kommt sie zurück ins kühle Winterquartier.
Wie lange halten Cymbidium-Blüten?
Am kühlen Standort blüht eine Rispe sechs bis zehn Wochen, einzelne Schnittblüten halten im Wasserröhrchen zwei bis vier Wochen. Damit gehört die Cymbidium zu den haltbarsten Blüten überhaupt — vorausgesetzt, sie steht nicht über der Heizung.

Cymbidium bei Fleura

Im Laden vorbeischauen oder ansprechen — kräftige Gärtner-Qualität, täglich frisch von der Veiling.