Pflanzen
Helleborus (Christrose)
Helleborus niger · Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Die Christrose ist die wohl tapferste Pflanze unseres Sortiments: Während fast alles andere ruht, öffnet sie von Spätherbst bis ins Frühjahr ihre schalenförmigen Blüten, oft mitten im Schnee. Wir wählen unsere Topfpflanzen an der Veiling Rhein-Maas gezielt mit vielen Knospen aus, damit sie nach dem Kauf noch wochenlang nachblühen. Als immergrüne Staude ist sie sowohl ein winterlicher Blickfang im Topf als auch eine Pflanze fürs Leben im Beet.

- Licht
- Halbschattig bis schattig, im Sommer keine pralle Sonne, im Winter gern heller.
- Gießen
- Gleichmäßig feucht halten, weder austrocknen lassen noch Staunässe zulassen.
- Pflege
- Mittel
- Botanisch
- Helleborus niger
Botanisch gehört Helleborus zur Gattung der Nieswurzen in der Familie der Hahnenfußgewächse. Die echte Christrose (Helleborus niger) trägt immer reinweiße, schalenförmige Blüten, die mit der Zeit zart rosa überhaucht abblühen. Was viele als Blütenblätter wahrnehmen, sind botanisch eigentlich Kelchblätter, die deshalb so lange ansehnlich bleiben. Daneben gibt es die früher und farbenfroher blühenden Schnee- und Lenzrosen.
Die Lenzrose (Helleborus x hybridus, früher orientalis) ist das große Farbwunder der Gattung: Von Weiß über Rosé, Apricot und Pflaume bis zu fast schwarzem Purpur, oft gepunktet, geadert oder gefüllt. Sie blüht etwas später, meist von Februar bis April. Schneerosen sind Kreuzungen der Christrose mit mediterranen Arten und überzeugen mit besonders üppigen, langlebigen Blüten von Dezember bis in den April.
In der Floristik und im winterlichen Verkauf ist Helleborus vor allem als getopfte Pflanze gefragt, etwa für Schalen, Adventsbepflanzungen und Wintergräber. Die immergrünen, ledrigen Blätter und die nickenden Blütenschalen wirken edel und zurückhaltend zugleich. Als Schnittblume sind die Blüten heikel, deshalb verkaufen wir sie bewusst lieber im Topf, wo sie viel länger Freude machen.
Im Topf oder in der winterlichen Schale kombinieren wir die Christrose gern mit Skimmie, Scheinbeere, Silberblatt-Zypresse, Moos und Zweigen. Ihr klares Weiß bringt Ruhe in dunkle Wintertage. Im Beet steht sie am schönsten unter laubabwerfenden Gehölzen, wo sie im Winter Licht bekommt und im Sommer halbschattig steht, gern in kleinen Gruppen als bleibender Horst.
Ist Helleborus (Christrose) giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Stark giftig
- Katzen
- Stark giftig
- Hunde
- Stark giftig
In allen Teilen stark giftig durch Saponine, Protoanemonin und herzwirksame Glykoside, der Saft reizt zudem die Haut. Für Katzen, Hunde und Kinder gefährlich, daher außer Reichweite halten und bei der Pflege Handschuhe tragen.
Typische Symptome: Speichelfluss, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall; größere Mengen können Herzrhythmusstörungen auslösen.
Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Halbschattig bis schattig aufstellen oder pflanzen, im Sommer keine pralle Mittagssonne, im Winter darf es heller sein.
- 02Boden gleichmäßig feucht, aber nie staunass halten, Christrosen vertragen weder Trockenheit noch nasse Füße.
- 03Kalkhaltigen, humosen und durchlässigen Boden bevorzugen, im Topf gute Drainage und Abzugsloch sicherstellen.
- 04Getopfte Pflanzen kühl halten, nicht ins überheizte Zimmer stellen, draußen oder im kalten Treppenhaus blühen sie am längsten.
- 05Einmal gepflanzt möglichst nicht mehr umsetzen, Christrosen brauchen Zeit zum Einwurzeln und werden mit den Jahren immer schöner.
- 06Welke, fleckige Blätter im Spätwinter abschneiden, damit die Blüten besser zur Geltung kommen, dabei am besten Handschuhe tragen.
Häufige Fragen
- Ist die Christrose giftig für Katzen, Hunde und Kinder?
- Ja, Helleborus ist in allen Pflanzenteilen stark giftig. Sie enthält unter anderem Saponine, Protoanemonin und herzwirksame Glykoside, die Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und ernste Herzbeschwerden auslösen können. Auch der Pflanzensaft reizt die Haut. Deshalb gehört sie außer Reichweite von Kindern und Haustieren, und beim Schneiden oder Putzen trägt man am besten Handschuhe.
- Wann blüht die Christrose und wie lange?
- Helleborus niger blüht je nach Witterung von November oder Dezember bis in den März hinein, klassisch also über die Weihnachts- und Winterzeit. Eine einzelne Blüte hält dabei viele Wochen, weil die ansehnlichen Teile botanisch Kelchblätter sind. Lenz- und Schneerosen verlängern die Saison teils bis in den April.
- Kann ich die Christrose nach dem Kauf in den Garten pflanzen?
- Ja, das ist sogar ideal. Eine getopfte Christrose kann nach der Blüte an einen halbschattigen Platz mit kalkhaltigem, humosem Boden ins Beet wandern, am besten unter laubabwerfende Gehölze. Wichtig ist, sie danach möglichst nicht mehr umzusetzen, denn sie braucht Ruhe zum Einwurzeln und wird Jahr für Jahr üppiger.
- Warum lässt meine Christrose im warmen Zimmer die Köpfe hängen?
- Die Christrose ist eine Freilandstaude und mag es kühl. In einem überheizten Zimmer trocknet die Luft aus und die Pflanze welkt schnell. Stellen Sie sie hell, aber kühl auf, etwa auf eine Fensterbank im kalten Treppenhaus, an einen Balkon oder direkt nach draußen, und halten Sie den Boden gleichmäßig feucht. Dann erholt sie sich und blüht wochenlang weiter.