Pflanzen
Dill
Anethum graveolens · Apiaceae
Dill, das klassische Gurkenkraut, gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern überhaupt — sein feines, anisartig-frisches Aroma ist aus Fischgerichten, Salaten und Gurkeneinlegereien nicht wegzudenken. Als Topfpflanze ist er etwas anspruchsvoller als sein Ruf, mit ein paar Kniffen aber gut zu halten. Wir kaufen unsere Kräutertöpfe frisch über die Veiling Rhein-Maas ein, kräftig gesät statt überdicht getrieben.

- Licht
- Sonnig bis licht halbschattig.
- Gießen
- Regelmäßig — gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe.
- Pflege
- Mittel
- Botanisch
- Anethum graveolens
Dill ist ein einjähriger Doldenblütler und verwandt mit Möhre, Fenchel und Kerbel. Vom feinen, fadenförmigen Laub über die gelbgrünen Blütendolden bis zu den Samen ist die ganze Pflanze aromatisch und essbar — Dillspitzen, Dillblüten und Dillsaat haben in der Küche je eigene Verwendung.
Der häufigste Fehler beim Supermarkt-Dilltopf: Er steht viel zu dicht gesät und bricht nach wenigen Tagen zusammen. Wer den Ballen nach dem Kauf in zwei bis drei Portionen teilt und in größere Töpfe setzt, verlängert die Erntezeit deutlich. Noch besser gelingt Dill, wenn man ihn ab April direkt in Kasten oder Beet sät — er wurzelt tief und verträgt Umpflanzen schlecht.
Am wohlsten fühlt sich Dill sonnig bis licht halbschattig in gleichmäßig feuchter, humoser Erde. Trockenstress und Hitze lassen ihn vorzeitig in Blüte schießen, dann wird das Laub spärlich. Wer laufend erntet und alle drei bis vier Wochen nachsät, hat den ganzen Sommer frische Dillspitzen.
Die schirmförmigen Blütendolden sind bei uns in der Floristik ein Geheimtipp: Dill — auch als Schnittware unter Anethum gehandelt — gibt sommerlichen Sträußen im Wildwiesen-Stil eine luftige, grüngelbe Struktur und duftet dabei fein würzig.
Im Garten ist Dill zudem ein guter Nachbar für Gurken und Möhren und eine wertvolle Futterpflanze: Schwebfliegen und Schlupfwespen lieben die Dolden, und die Raupen des Schwalbenschwanzes fressen gern an Doldenblütlern wie ihm.
Ist Dill giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Dill gilt für Katzen, Hunde und Kinder als ungiftig und wird traditionell sogar als magenfreundliches Küchenkraut geschätzt. Sehr große Mengen können empfindliche Mägen reizen, im normalen Umgang ist die Pflanze unbedenklich.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Sonniger bis licht halbschattiger, luftiger Standort.
- 02Gleichmäßig feucht halten — Trockenstress lässt Dill vorzeitig blühen.
- 03Dicht gesäte gekaufte Töpfe teilen und in größere Gefäße umsetzen.
- 04Laufend ernten und ab April alle drei bis vier Wochen nachsäen.
- 05Nicht verpflanzen, sondern direkt säen — Dill ist ein Tiefwurzler.
- 06Nur schwach düngen; überdüngtes Laub verliert Aroma.
Häufige Fragen
- Warum geht mein Dilltopf aus dem Supermarkt so schnell ein?
- Supermarkt-Kräutertöpfe sind extrem dicht gesät und auf schnellen Verkauf getrieben — die vielen Keimlinge konkurrieren um Wasser und Licht. Den Ballen in zwei bis drei Teile teilen, in größere Töpfe mit frischer Erde setzen und hell, gleichmäßig feucht halten, dann hält der Dill Wochen statt Tage.
- Ist Dill giftig für Katzen oder Hunde?
- Nein, Dill gilt als ungiftig für Katzen und Hunde und ist auch für Kinder unbedenklich. Ein gelegentliches Knabbern an den Wedeln ist kein Problem — nur sehr große Mengen könnten den Magen reizen.
- Warum blüht mein Dill so schnell?
- Dill schießt bei Hitze, Trockenstress oder zu kleinem Topf vorzeitig in die Blüte, dann bildet er kaum noch feines Laub. Gleichmäßige Feuchte, ein tiefes Gefäß und regelmäßige Ernte verzögern das. Die Blüten sind übrigens kein Verlust: Sie sind essbar und ein Klassiker im Gurkenglas.
- Kann man Dill drinnen auf der Fensterbank halten?
- Für ein paar Erntewochen ja, dauerhaft eher nicht. Dill braucht viel Licht und Luft; drinnen vergeilt er schnell und kippt um. Ein sehr helles Fenster oder besser der Balkonkasten ab April sind die verlässlichere Lösung.