Pflanzen
Dipladenia
Mandevilla · Apocynaceae
Die Dipladenia ist die Kübelpflanze für heiße Sommer: große, trichterförmige Blüten in Rot, Rosa oder Weiß über glänzend dunkelgrünem Laub, und das von Mai bis in den Oktober. Dank ihrer fleischigen Speicherwurzeln übersteht sie auch mal ein trockenes Urlaubswochenende. Am Spalier klettert sie, an der Ampel hängt sie — kaum eine Pflanze ist auf dem Südbalkon so dankbar.

- Licht
- Volle Sonne, gern heiß und geschützt an der Südwand.
- Gießen
- Mäßig — die Speicherwurzeln überbrücken Trockenphasen, Nässe schadet.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Mandevilla
Die Namen sorgen oft für Verwirrung: Dipladenia ist der ältere botanische Name, der sich im Handel gehalten hat; korrekt heißt die Gattung heute Mandevilla. Kompakte, buschige Sorten laufen meist als Dipladenia, stark kletternde Sorten wie die Sundaville- oder Diamantina-Serien als Mandevilla — botanisch ist es dieselbe Verwandtschaft.
Typisch für die Familie der Hundsgiftgewächse führt die Pflanze in allen Teilen einen weißen Milchsaft. Beim Schneiden lohnen Handschuhe, denn der Saft kann die Haut reizen — und er ist der Grund, warum die Dipladenia nicht in Reichweite von knabbernden Haustieren stehen sollte.
Am Standort will die Dipladenia vor allem eines: Wärme. Vollsonnige, auch heiße Plätze an der Südwand sind ideal; dort blüht sie unermüdlich, während sie an kühlen, schattigen Plätzen nur wenige Knospen ansetzt. Unter zehn Grad sollte es auch nachts nicht mehr sein, deshalb stellen wir sie erst nach den Eisheiligen raus.
Beim Gießen ist weniger mehr. Die verdickten Wurzeln speichern Wasser, Staunässe quittiert die Pflanze dagegen schnell mit gelben Blättern. Der häufigste Fehler ist tägliches Gießen aus Gewohnheit — besser die Erde zwischendurch antrocknen lassen und dafür durchdringend wässern.
Kletternde Sorten brauchen früh eine Rankhilfe, um die sie sich linkswindend selbst wickeln. Wer die Triebe zu spät führt, bekommt ein verworrenes Knäuel, das sich kaum noch entwirren lässt. Ein Rückschnitt ist jederzeit möglich, kostet aber kurzfristig Blüten, da die Knospen an den Triebspitzen sitzen.
Die Überwinterung gelingt hell bei zehn bis fünfzehn Grad, etwa im Wintergarten oder Treppenhaus, mit stark reduziertem Gießen. Im Frühjahr kräftig zurückschneiden und ab Mai langsam wieder an die Sonne gewöhnen — so werden aus Saisonpflanzen über die Jahre stattliche Kübelexemplare.
Ist Dipladenia giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Giftig
- Katzen
- Giftig
- Hunde
- Giftig
Wie viele Hundsgiftgewächse enthält die Dipladenia in allen Teilen einen reizenden Milchsaft. Für Katzen, Hunde und Kinder gilt sie als giftig — außer Reichweite aufstellen und beim Schneiden Handschuhe tragen.
Typische Symptome: Nach Verzehr: Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen; der Milchsaft kann zudem Haut- und Schleimhautreizungen auslösen.
Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Vollsonnigen, warmen Standort wählen — je wärmer, desto reicher die Blüte.
- 02Mäßig gießen und die Erde antrocknen lassen; Staunässe unbedingt vermeiden.
- 03Von Mai bis September wöchentlich düngen.
- 04Kletternden Sorten früh eine Rankhilfe geben und Triebe regelmäßig einflechten.
- 05Beim Schnitt Handschuhe tragen, der Milchsaft kann die Haut reizen.
- 06Vor dem ersten Frost einräumen und hell bei 10–15 Grad überwintern.
Häufige Fragen
- Ist Dipladenia dasselbe wie Mandevilla?
- Ja, botanisch gehören beide zur Gattung Mandevilla. Der Handel nutzt Dipladenia meist für kompakte, buschige Sorten und Mandevilla für stark kletternde — in Pflege und Ansprüchen unterscheiden sie sich kaum.
- Ist die Dipladenia giftig für Katzen und Hunde?
- Ja. Der weiße Milchsaft ist reizend und die Pflanze gilt für Katzen und Hunde als giftig; typisch sind Speicheln, Erbrechen und Durchfall nach dem Anknabbern. In Tierhaushalten die Pflanze erhöht und außer Reichweite stellen, im Zweifel den Tierarzt anrufen.
- Wie überwintert man eine Dipladenia?
- Vor dem ersten Frost einräumen, hell und kühl bei zehn bis fünfzehn Grad stellen und nur so viel gießen, dass der Ballen nicht ganz austrocknet. Im Februar oder März kräftig zurückschneiden; ab Mitte Mai darf sie zurück in die Sonne.
- Warum blüht meine Dipladenia nicht?
- Fast immer fehlt Wärme oder Licht: An kühlen, halbschattigen Plätzen setzt die Dipladenia kaum Knospen an. Auch ein später Rückschnitt kostet Blüten, weil die Knospen an den Triebspitzen sitzen. Sonniger stellen, geduldig düngen — dann kommt die Blüte.