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Pflanzen

Federgras

Stipa · Poaceae

Federgras ist das feinste aller gängigen Ziergräser: haarzarte Halme und seidige Grannen, die schon beim leisesten Luftzug in Bewegung geraten. Im Präriebeet, im Kiesgarten und im Kübel bringt es eine Leichtigkeit, die keine Blühpflanze ersetzen kann. Wir kaufen unsere Pflanzen in kompakter Gärtner-Qualität direkt an der Veiling Rhein-Maas ein.

Luftige Floristik-Impression von Fleura mit feinen, wehenden Gräsern
Licht
Volle Sonne — als Steppengras braucht es Licht und Wärme.
Gießen
Wenig; nur in längeren Trockenphasen gießen, Winternässe unbedingt vermeiden.
Pflege
Mittel
Botanisch
Stipa

Der Verkaufsschlager ist das Engelshaar-Gras, botanisch Stipa tenuissima (heute oft Nassella tenuissima), mit blonden, weich überfallenden Horsten. Daneben stehen das heimische Echte Federgras Stipa pennata mit langen, seidig behaarten Grannen und das Riesen-Federgras Stipa gigantea, dessen haferartige Rispen bis zwei Meter aufragen.

Alle Stipa-Arten sind Steppenkinder: Sie wollen volle Sonne, Wärme und einen mageren, sehr durchlässigen Boden. Der klassische Fehler ist ein zu gut gemeinter Standort — in nährstoffreicher, feuchter Gartenerde fault das Gras im Winter oder fällt schwer und unansehnlich auseinander.

Das Engelshaar-Gras ist zudem nur mäßig winterhart und in rauen Lagen kurzlebig. Es gleicht das durch reichliche Selbstaussaat aus; wer die Sämlinge stehen lässt, hat den Bestand praktisch dauerhaft. In milden Stadtlagen wie Düsseldorf kommt es meist gut über den Winter.

Gestalterisch ist Federgras der perfekte Weichzeichner: Es umspielt Lavendel, Sonnenhut und Kugeldisteln, mildert strenge Formschnitte und fängt tief stehendes Licht wie kaum eine andere Pflanze. Im Kübel reicht schon ein einzelner Horst, um einer Bepflanzung Bewegung zu geben.

Auch in der Floristik sind die seidigen Rispen beliebt — frisch im Sommerstrauß und getrocknet in Trockenbindereien. Ein Praxis-Hinweis für Tierhaushalte: Die Grannen mancher Arten haben Widerhaken und können sich im Fell oder in den Ohren von Hunden festsetzen. Giftig ist das Gras nicht, aber man behält es bei tobenden Tieren im Blick.

Ist Federgras giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Ungiftig
Katzen
Leicht reizend
Hunde
Leicht reizend

Federgras ist chemisch ungiftig für Katzen, Hunde und Kinder. Die begrannten Samen mancher Arten haben jedoch Widerhaken und können sich, ähnlich wie Mäusegerste, in Fell, Pfoten, Ohren oder Nase von Haustieren festsetzen — deshalb stufen wir es für Tiere vorsichtshalber nicht als völlig unbedenklich ein.

Typische Symptome: Bei festsitzenden Grannen: Kopfschütteln, Niesen, Lecken an Pfoten, gereizte Haut oder Ohren — dann sollte ein Tierarzt die Granne entfernen.

Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Vollsonnigen, warmen und gern windoffenen Standort wählen.
  • 02Mageres, sehr durchlässiges Substrat verwenden — bei schwerem Boden Splitt einarbeiten.
  • 03Nur mäßig gießen und praktisch nicht düngen; Nässe ist der größte Feind.
  • 04Nicht zurückschneiden, sondern im Frühjahr die alten Halme mit den Fingern auskämmen.
  • 05Selbstaussaat zulassen, um kurzlebige Horste laufend zu ersetzen.
  • 06Im Kübel den Wintern über trocken halten und vor Dauerregen schützen.

Häufige Fragen

Ist Federgras winterhart?
Das heimische Stipa pennata und das Riesen-Federgras sind gut winterhart. Das beliebte Engelshaar-Gras Stipa tenuissima verträgt Frost nur mäßig und leidet vor allem unter Winternässe; in milden Lagen und auf durchlässigem Boden übersteht es die meisten Winter, sichert sich aber ohnehin durch Selbstaussaat.
Schneidet man Federgras zurück?
Nein, ein Rückschnitt bekommt dem feinen Gras schlecht. Stattdessen kämmt man im Frühjahr die abgestorbenen Halme mit den Fingern oder einem groben Kamm aus dem Horst. So bleibt die natürliche, weiche Form erhalten.
Warum fällt mein Federgras auseinander?
Meist ist der Boden zu fett oder zu feucht. In nährstoffreicher Erde wächst das Steppengras mastig und verliert seinen Stand. Magerer Boden, volle Sonne und Düngeverzicht halten den Horst kompakt und aufrecht.
Ist Federgras gefährlich für Hunde?
Giftig ist es nicht. Die begrannten Samen können sich aber wie kleine Pfeile in Fell, Pfoten und Ohren festsetzen und dort wandern. Nach dem Sommerspaziergang durch Gräserbestände lohnt ein kurzer Check von Pfoten und Ohren; festsitzende Grannen entfernt der Tierarzt.

Federgras bei Fleura

Im Laden vorbeischauen oder ansprechen — kräftige Gärtner-Qualität, täglich frisch von der Veiling.