Pflanzen
Hasenpfotenfarn
Davallia · Davalliaceae
Der Hasenpfotenfarn ist ein kleines Kuriosum unter den Zimmerfarnen: Über den Topfrand kriechen pelzige, silbrig behaarte Rhizome, die tatsächlich an Hasenpfoten erinnern. Darüber steht ein feines, fast filigranes Wedelkleid. Anders als viele Farne verzeiht die Davallia auch mal kurze Trockenphasen — die Rhizome speichern Wasser. Wir beziehen unsere Exemplare in gut durchwurzelter Ampelqualität über die Veiling Rhein-Maas.

- Licht
- Hell bis halbschattig ohne direkte Sonne; verträgt auch schattigere Ecken besser als viele Farne.
- Gießen
- Leicht feucht halten, oberste Schicht antrocknen lassen; dank wasserspeichernder Rhizome werden kurze Trockenphasen verziehen.
- Pflege
- Mittel
- Botanisch
- Davallia
Die auffälligen Pfoten sind keine Wurzeln, sondern oberirdische Kriechrhizome, mit denen sich der Farn in der Natur über Baumrinde und Felsen tastet. Sie dürfen auf keinen Fall mit Erde bedeckt werden — darunter faulen sie. Wer den Farn umtopft, setzt die Rhizome immer oben auf das Substrat.
Im Handel laufen mehrere Arten unter dem Namen Hasenpfotenfarn, vor allem Davallia fejeensis mit besonders fein gefiederten Wedeln und die etwas derbere Davallia canariensis, die schon seit Jahrhunderten als Zimmerpflanze kultiviert wird. Für die Praxis unterscheiden sich die Arten kaum in der Pflege.
Als Epiphyt braucht die Davallia ein lockeres, luftiges Substrat — eine Mischung aus Farnsubstrat, Orchideenrinde und etwas Sphagnum ist ideal. In schwerer, verdichteter Blumenerde kümmert der Farn und wirft Fiederblättchen ab. Am schönsten entwickelt er sich in der Ampel oder in einer flachen Schale, wo die Pfoten frei über den Rand wachsen können.
Typische Fehler sind zu dunkle Standorte und trockene Heizungsluft: Dann rieseln die feinen Fiederchen wie Nadeln. Ein heller Platz ohne direkte Sonne und gelegentliches Übernebeln halten das Wedelkleid dicht. Anders als Frauenhaarfarn nimmt die Davallia einen vergessenen Gießtermin aber nicht sofort übel.
In der Floristik setzen wir den Hasenpfotenfarn gern als Ampelpflanze in Fensternähe oder als lebendigen Kontrast zu großblättrigen Pflanzen ein. Sein feines Laub bringt Leichtigkeit in Pflanzengruppen, ohne Platz zu beanspruchen — ideal für kleinere Wohnungen.
Ist Hasenpfotenfarn giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Der Hasenpfotenfarn gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Kinder und ist damit eine gute Wahl für Haushalte mit Tieren. Größere geknabberte Mengen können wie bei jeder Pflanze den Magen reizen.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Hell bis halbschattig stellen, direkte Mittagssonne meiden — Ost- oder Nordfenster sind perfekt.
- 02Gleichmäßig leicht feucht halten; die oberste Substratschicht darf antrocknen, der Ballen nie komplett austrocknen.
- 03Mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser gießen und Staunässe vermeiden.
- 04Die pelzigen Rhizome niemals mit Erde bedecken — sie liegen immer oben auf.
- 05Bei trockener Heizungsluft regelmäßig übernebeln oder die Ampel ins helle Bad hängen.
- 06Von Frühjahr bis Herbst monatlich schwach düngen (halbe Konzentration Grünpflanzendünger).
Häufige Fragen
- Ist der Hasenpfotenfarn giftig für Katzen?
- Nein, die Davallia gilt als ungiftig für Katzen und Hunde. Da die pelzigen Rhizome auf Katzen aber wie Spielzeug wirken können, hängt man die Pflanze am besten trotzdem außer Reichweite — der Pflanze zuliebe.
- Darf ich die pelzigen Pfoten abschneiden oder eingraben?
- Weder noch. Die Rhizome sind lebenswichtige Speicher- und Wuchsorgane des Farns. Eingegraben faulen sie, abgeschnitten fehlt der Pflanze Substanz. Man kann einzelne Rhizomstücke mit Wedelansatz aber gezielt abtrennen und auf feuchtem Substrat bewurzeln — so vermehrt man die Davallia.
- Warum verliert mein Hasenpfotenfarn Blättchen?
- Rieselnde Fiederchen sind fast immer eine Reaktion auf trockene Heizungsluft, einen zu dunklen Standort oder einen komplett ausgetrockneten Ballen. Heller stellen, regelmäßig nebeln und gleichmäßig gießen — dann treibt der Farn aus den Rhizomen zuverlässig wieder durch.
- Welches Substrat braucht der Hasenpfotenfarn?
- Ein lockeres, luftiges Gemisch, etwa Farnsubstrat mit Orchideenrinde und etwas Sphagnum-Moos. Normale Blumenerde ist zu schwer und zu dicht für den Epiphyten. Beim Umtopfen die Rhizome immer oben auf das Substrat legen, nie einarbeiten.