Pflanzen
Katzengras
Cyperus zumula · Cyperaceae
Katzen knabbern an Grünzeug — das lässt sich nicht abtrainieren, nur umlenken. Genau dafür ist Katzengras da: ein eigener, garantiert ungiftiger Topf, an dem sich die Katze bedienen darf, damit sie Monstera, Efeutute und den Blumenstrauß in Ruhe lässt. Das Gras hilft ihr zudem, verschluckte Haare wieder loszuwerden. Für uns gehört ein Katzengras-Topf in jeden Haushalt mit Stubentiger.

- Licht
- Hell, gern etwas Morgen- oder Abendsonne; Mittagssonne meiden.
- Gießen
- Regelmäßig — die Erde sollte nie ganz austrocknen.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Cyperus zumula
Warum fressen Katzen überhaupt Gras? Die Halme liefern Faserstoffe, die im Magen verschluckte Haare zu Ballen binden, welche die Katze anschließend hervorwürgt oder verdaut. Dieses Bedürfnis ist angeboren — Freigänger decken es auf der Wiese, Wohnungskatzen suchen sich sonst die nächstbeste Zimmerpflanze. Und genau da wird es gefährlich.
Denn viele der beliebtesten Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig: Monstera, Efeutute und Dieffenbachia reizen mit Calciumoxalat Maul und Magen, Lilien im Strauß können für Katzen sogar lebensbedrohlich sein. Katzengras ist die sichere Alternative — ein Blick in unsere Giftigkeits-Übersicht zeigt, welche Pflanzen ihr zusätzlich austauschen oder außer Reichweite stellen solltet.
Das im Handel übliche Katzengras Cyperus zumula hat weiche, schmale Halme ohne scharfe Kanten — wichtig, denn hartes Ziergras mit Sägerand kann die Maulschleimhaut verletzen. Alternativ könnt ihr Weizen- oder Gerstenkörner selbst aussäen: Nach gut einer Woche steht ein frischer, zarter Rasen im Topf, den Katzen oft sogar lieber mögen.
Katzengras ist Verbrauchsmaterial, keine Pflanze fürs Leben: Abgeknabberte Töpfe wachsen zwar nach, sehen aber irgendwann zerrupft aus — dann wird einfach nachgekauft oder neu ausgesät. Wir haben ganzjährig frische Töpfe von der Veiling Rhein-Maas im Laden; stellt am besten zwei auf, dann kann einer nachwachsen, während der andere dran glauben muss.
Ist Katzengras giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Katzengras ist ausdrücklich zum Fressen gedacht und für Katzen, Hunde und Kinder unbedenklich — die sichere Alternative zu giftigen Zimmerpflanzen wie Monstera, Efeutute oder Dieffenbachia. Würgt die Katze nach dem Knabbern Haarballen hervor, ist das normal und sogar erwünscht.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Hellen Platz ohne pralle Mittagssonne wählen — auf der Fensterbank oder nahe dem Lieblingsplatz der Katze.
- 02Erde gleichmäßig feucht halten; Katzengras trocknet im Topf schnell aus.
- 03Nicht düngen — das Gras wird gefressen und soll unbelastet bleiben.
- 04Zerrupfte Halme regelmäßig zurückschneiden, dann treibt der Topf frisch nach.
- 05Alle paar Wochen einen frischen Topf nachkaufen oder Weizen neu aussäen.
Häufige Fragen
- Ist Katzengras wirklich ungiftig für Katzen?
- Ja — als Katzengras verkaufte Gräser wie Cyperus zumula oder junges Getreidegras sind zum Fressen gedacht und unbedenklich. Wichtig ist nur, es nicht mit scharfkantigen Ziergräsern zu verwechseln und den Topf nicht zu düngen oder zu spritzen.
- Meine Katze knabbert trotzdem an der Monstera — was tun?
- Das Katzengras attraktiver machen und die giftige Pflanze unattraktiv: Stellt das Gras an den Lieblingsplatz der Katze und die Monstera außer Reichweite — erhöht, in ein anderes Zimmer oder hinter eine geschlossene Tür. In unserer Giftigkeits-Übersicht findet ihr zudem katzensichere Alternativen wie die Grünlilie.
- Kann ich Katzengras selbst aussäen?
- Sehr einfach sogar: Weizen- oder Gerstenkörner aus dem Bioladen dicht auf feuchte Anzuchterde streuen, leicht andrücken und hell stellen. Nach sieben bis zehn Tagen sind die Halme etwa zehn Zentimeter hoch und bereit für die Katze. So habt ihr für ein paar Cent laufend Nachschub.
- Wie lange hält ein Topf Katzengras?
- Je nach Knabberfreude der Katze zwei bis sechs Wochen. Abgefressene Halme treiben ein- bis zweimal nach, dann ist der Topf erschöpft. Am besten zwei Töpfe im Wechsel nutzen — einer regeneriert, einer steht bereit.