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Pflanzen

Katzenminze

Nepeta · Lamiaceae

Die Katzenminze ist der Lavendel für alle, bei denen Lavendel nicht will: blauviolette Blütenwolken über silbergrauem, aromatischem Laub, monatelange Blüte und eine Robustheit, die auch schwierige Beete verzeiht. Bienen und Hummeln stehen förmlich Schlange, und viele Katzen verfallen dem Duft komplett. Für uns eine der verlässlichsten Beetstauden überhaupt — und dabei völlig ungiftig.

Floristik-Impression von Fleura zur Katzenminze mit blauvioletten Blütenwolken
Licht
Volle Sonne; im Halbschatten blüht sie schwächer und fällt leichter auseinander.
Gießen
Gering — nur in der Anwachsphase und bei extremer Dürre gießen.
Pflege
Pflegeleicht
Botanisch
Nepeta

Die wichtigsten Gartensorten sind Faassenii-Hybriden: ‚Walkers Low‘ wird trotz des Namens gut 60 Zentimeter hoch und war nicht umsonst Staude des Jahres in den USA, ‚Six Hills Giant‘ baut sich noch mächtiger auf, und ‚Superba‘ bleibt kompakt für den Beetrand. Die echte Katzenminze (Nepeta cataria), auf die Katzen am stärksten reagieren, ist dagegen eher ein Kräutergarten-Kandidat mit unscheinbarer Blüte.

Der Standort ist schnell beschrieben: volle Sonne, durchlässiger Boden, gern mager und trocken. Genau dort, wo im Hochsommer alles verbrennt, fühlt sich die Katzenminze wohl. Staunässe im Winter ist ihr einziger echter Feind. Einmal etabliert, muss sie praktisch nie gegossen werden.

Der wichtigste Pflegetrick ist der Remontierschnitt: Nach dem ersten großen Flor im Juni die gesamte Pflanze um die Hälfte bis bodennah zurückschneiden — nach drei, vier Wochen steht sie wieder in voller Blüte und macht bis in den September weiter. Wer den Schnitt auslässt, hat ab August ein auseinandergefallenes, blühfaules Polster.

Für die Tierwelt ist die Katzenminze ein Volltreffer: Das enthaltene Nepetalacton löst bei etwa zwei Dritteln aller Katzen ein rauschartiges Wohlgefühl aus — sie reiben sich, wälzen sich, manche schlafen selig im Polster. Das ist völlig harmlos und nicht suchterzeugend. Gleichzeitig gehört Nepeta zu den besten Bienenweiden im Staudensortiment, mit Nektar von Mai bis September.

Kombiniert ist die Katzenminze der klassische Rosenbegleiter: Ihr Blauviolett schmeichelt jeder Rosenfarbe und kaschiert kahle Triebbasen. Genauso schön wirkt sie mit Schafgarbe, Prachtkerze und Gräsern im Präriebeet oder als Wegsaum, wo sie beim Vorbeistreifen ihren würzigen Duft abgibt. Wer Katzenbesuch im Beet vermeiden will, greift zu weniger attraktiven Sorten oder schützt junge Pflanzen anfangs mit Reisig.

Ist Katzenminze giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Ungiftig
Katzen
Ungiftig
Hunde
Ungiftig

Katzenminze ist für Katzen, Hunde und Kinder ungiftig. Die berauschende Wirkung auf Katzen ist harmlos und klingt nach wenigen Minuten ab. Frisst eine Katze sehr große Mengen, kann es zu vorübergehendem Erbrechen oder Durchfall kommen — ernsthafte Folgen sind nicht zu erwarten.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Vollsonnig und warm pflanzen; magerer, durchlässiger Boden ist ideal.
  • 02Sparsam gießen — etablierte Pflanzen sind ausgesprochen trockenheitsverträglich.
  • 03Nach dem ersten Flor im Juni kräftig zurückschneiden für eine zweite Blüte.
  • 04Auf Dünger weitgehend verzichten, sonst wird der Wuchs weich und kippt auseinander.
  • 05Winternässe vermeiden; in schweren Böden mit Splitt für Drainage sorgen.
  • 06Endgültiger Rückschnitt erst im Frühjahr — das alte Laub schützt im Winter.

Häufige Fragen

Warum lieben Katzen Katzenminze?
Verantwortlich ist der Duftstoff Nepetalacton, der an Pheromone erinnert und bei etwa zwei Dritteln der Katzen ein kurzes, rauschartiges Hochgefühl auslöst. Die Reaktion ist genetisch veranlagt — manche Katzen bleiben völlig unbeeindruckt. Schädlich oder suchterzeugend ist die Wirkung nicht.
Ist Katzenminze giftig für Hunde oder Kinder?
Nein, Katzenminze ist für Hunde, Katzen und Kinder ungiftig. Sie wird sogar als Tee und in Katzenspielzeug verwendet. Nur sehr große verzehrte Mengen können vorübergehend auf den Magen schlagen — das gilt aber für nahezu jede Pflanze.
Katzenminze oder Lavendel — was ist besser fürs Beet?
Optisch sind sie sich ähnlich, praktisch hat die Katzenminze oft die Nase vorn: Sie ist zuverlässiger winterhart, kommt auch mit normalen Gartenböden zurecht und blüht nach dem Remontierschnitt ein zweites Mal. Lavendel gewinnt beim Duft und beim mediterranen Charakter — in vielen Gärten pflanzen wir schlicht beide.
Wann und wie schneidet man Katzenminze zurück?
Zweimal im Jahr: Nach dem ersten Flor im Juni um mindestens die Hälfte einkürzen — das löst die zweite Blüte aus. Der komplette Rückschnitt aufs alte Holz folgt erst im Frühjahr, denn das stehengelassene Laub schützt die Pflanze im Winter vor Nässe und Frost.

Katzenminze bei Fleura

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