Pflanzen
Leberbalsam
Ageratum houstonianum · Asteraceae
Der Leberbalsam ist der Klassiker für blaue Beeteinfassungen: Seine flauschigen, puscheligen Blütenbüschel in Blauviolett sitzen so dicht, dass die niedrigen Sorten wie ein durchgehendes Farbband wirken — vom Mai bis zum ersten Frost. Der deutsche Name stammt aus der alten Kräuterheilkunde, mit Leberkuren hat die heutige Beetpflanze nichts mehr zu tun. Wir kaufen unsere Beetware kompakt und knospenreich an der Veiling Rhein-Maas ein.

- Licht
- Sonnig bis licht halbschattig.
- Gießen
- Regelmäßig — gleichmäßig feucht, ohne Staunässe.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Ageratum houstonianum
Ageratum houstonianum gibt es in zwei Statur-Klassen: Die niedrigen Beetsorten wie Blue Mink oder die Hawaii-Serie bleiben mit fünfzehn bis fünfundzwanzig Zentimetern kompakt und sind die klassische Einfassung; hohe Schnittsorten wie Blue Horizon erreichen sechzig bis siebzig Zentimeter und sind bei uns als Sommerschnittblume beliebt.
Das Blauviolett des Leberbalsams ist gestalterisch wertvoll, weil echtes Blau im Beet rar ist. Klassisch kombiniert man ihn mit gelben Tagetes oder Studentenblumen — der Komplementärkontrast leuchtet regelrecht. Ruhiger wirken Nachbarschaften mit weißem Duftsteinrich, Silberblatt oder rosa Begonien.
Die flauschigen Blütenbüschel bestehen aus dutzenden Röhrenblüten und sind eine gute Nektarquelle für Schmetterlinge und Bienen. Weil die Pflanze unermüdlich nachschiebt, bleibt das Farbband ohne großes Zutun geschlossen; nur Verblühtes sollte man gelegentlich abzupfen, damit keine braunen Puschel das Bild stören.
Als Mittelamerikaner ist der Leberbalsam wärmebedürftig und absolut frostempfindlich — vor den Eisheiligen hat er im Beet nichts verloren. Er mag nährstoffreiche, gleichmäßig feuchte Erde in voller Sonne; bei Trockenstress stellt er die Blüte ein, verzeiht aber nach gutem Wässern schnell.
Ein wichtiger Hinweis zur Sicherheit: Leberbalsam enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, die in größeren Mengen leberschädigend wirken. Er ist eine reine Zierpflanze — nichts für Naschkinder und knabbernde Haustiere, und trotz des Namens keinesfalls für Tee oder Hausmittel geeignet.
Ist Leberbalsam giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Giftig
- Katzen
- Giftig
- Hunde
- Giftig
Leberbalsam enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, die bei Katzen, Hunden und Kindern giftig sind und in größeren Mengen die Leber schädigen können. Die Pflanze außer Reichweite halten und trotz des irreführenden Namens niemals innerlich anwenden.
Typische Symptome: Nach Verzehr: Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit; bei wiederholter Aufnahme größerer Mengen Leberschäden möglich.
Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Vollsonniger, warmer Standort; blüht auch im lichten Halbschatten, dort lockerer.
- 02Gleichmäßig feucht halten — Trockenstress stoppt die Blüte.
- 03Nährstoffreiche Erde und alle zwei Wochen eine Düngergabe.
- 04Verblühte, braune Puschel regelmäßig auszupfen.
- 05Erst nach den Eisheiligen auspflanzen, absolut frostempfindlich.
- 06Außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern kultivieren.
Häufige Fragen
- Woher hat der Leberbalsam seinen Namen?
- Aus der alten Kräuterheilkunde: Verwandte Arten wurden früher bei Leberleiden eingesetzt. Die heutige Beetpflanze Ageratum houstonianum ist davon strikt zu trennen — sie enthält leberschädigende Pyrrolizidin-Alkaloide und darf keinesfalls innerlich angewendet werden.
- Ist Leberbalsam giftig für Katzen oder Hunde?
- Ja. Die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide können bei Katzen und Hunden Magen-Darm-Beschwerden und bei größeren oder wiederholten Mengen Leberschäden verursachen. Beete und Kästen mit Leberbalsam deshalb außer Reichweite knabbernder Tiere anlegen.
- Eignet sich Leberbalsam als Schnittblume?
- Die hohen Sorten wie Blue Horizon ja — sie halten angeschnitten gut eine Woche in der Vase und geben Sommersträußen eine flauschige, blauviolette Struktur. Die niedrigen Beetsorten sind dafür zu kurzstielig.
- Wie lange blüht der Leberbalsam?
- Ununterbrochen von der Pflanzung im Mai bis zum ersten Frost — daher auch der botanische Name Ageratum, sinngemäß „nicht alternd“. Voraussetzung sind ein warmer, sonniger Platz, gleichmäßige Feuchte und gelegentliches Auszupfen des Verblühten.