Pflanzen
Lobelie
Lobelia erinus · Campanulaceae
Kaum eine Balkonblume liefert ein so sattes, echtes Blau wie die Lobelie: Die niedrigen Polster und hängenden Sorten überziehen sich von Mai bis in den September mit hunderten kleiner Lippenblüten. Im Volksmund heißt sie Männertreu. Wir kaufen unsere Beet- und Balkonware kompakt und knospenreich an der Veiling Rhein-Maas ein.

- Licht
- Sonnig bis halbschattig, keine brütende Mittagshitze.
- Gießen
- Regelmäßig — gleichmäßig feucht, an heißen Tagen täglich prüfen.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Lobelia erinus
Lobelia erinus gibt es in zwei Wuchsformen: kompakte Polstersorten von zehn bis fünfzehn Zentimetern für Beetkanten und Kastenvordergründe sowie hängende Pendula-Sorten mit bis zu vierzig Zentimeter langen Trieben für Ampeln. Klassiker sind die tiefblaue Crystal Palace mit dunklem Laub und die Kaskadensorte Sapphire.
Ihre Stärke ist das Blau — eine im Sommersortiment rare Farbe. In der Kastenbepflanzung setzen wir Lobelien gern als kühlenden Kontrast zu weißen Schneeflockenblumen, roten Geranien oder gelben Zauberglöckchen; das Trio Blau-Weiß-Rot ist ein Balkonklassiker seit Generationen.
Anders als viele Südafrikanerinnen mag die Lobelie es nicht knochentrocken: Sie braucht gleichmäßig feuchte, humose Erde und quittiert Ballentrockenheit schnell mit braunen Polstern. In der prallen Mittagssonne heißer Standorte ist lichter Halbschatten oft die bessere Wahl.
Der wichtigste Pflegetrick ist der Sommerschnitt: Lässt der erste Flor um die Monatswende Juli nach, schneidet man die Polster um etwa die Hälfte zurück, düngt und wässert gut — nach zwei bis drei Wochen folgt eine zweite, oft ebenso üppige Blüte bis in den Herbst.
Wichtig zu wissen: Lobelien enthalten wie alle Arten der Gattung Alkaloide, allen voran Lobelin, und sind kein Naschwerk. Für die normale Balkonkultur ist das unkritisch, knabberfreudige Haustiere und kleine Kinder sollten aber nicht an die Pflanze gelangen.
Ist Lobelie giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Giftig
- Katzen
- Giftig
- Hunde
- Giftig
Lobelien enthalten Pyridin-Alkaloide (u. a. Lobelin) und sind für Katzen, Hunde und Kinder giftig. Die kleinen Balkonpflanzen enthalten zwar geringere Mengen als Wildarten, gehören aber trotzdem außer Reichweite von Tieren und Kleinkindern.
Typische Symptome: Nach Verzehr: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen; bei größeren Mengen Herzrhythmusstörungen und Zittern.
Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Sonniger bis halbschattiger Standort; an heißen Plätzen lieber lichter Schatten.
- 02Gleichmäßig feucht halten — Ballentrockenheit lässt die Polster verbräunen.
- 03Alle ein bis zwei Wochen maßvoll düngen.
- 04Nach dem ersten Flor im Juli um die Hälfte zurückschneiden für eine zweite Blüte.
- 05Erst nach den Eisheiligen auspflanzen, Lobelien sind frostempfindlich.
- 06Nicht in Reichweite knabbernder Haustiere platzieren.
Häufige Fragen
- Warum heißt die Lobelie Männertreu?
- Der Volksname spielt augenzwinkernd auf die Haltbarkeit der Blüten an: Je nach Lesart steht das lange, treue Durchblühen für Beständigkeit — oder das rasche Verblühen der Einzelblüte für das Gegenteil. In der Blumensprache steht die blaue Lobelie jedenfalls für Treue.
- Ist die Lobelie giftig für Katzen oder Hunde?
- Ja. Alle Lobelien enthalten Alkaloide wie Lobelin, die bei Katzen und Hunden Erbrechen, Durchfall und in größeren Mengen auch Herz-Kreislauf-Symptome auslösen können. Ampeln außer Reichweite hängen und Tiere nicht an Kästen knabbern lassen; im Verdachtsfall zum Tierarzt.
- Warum blüht meine Lobelie im Hochsommer nicht mehr?
- Das ist die normale Sommerpause nach dem ersten Flor, oft verstärkt durch Hitze und Trockenheit. Die Polster um die Hälfte zurückschneiden, gut wässern und düngen — dann treibt die Pflanze durch und blüht ab August ein zweites Mal bis in den Herbst.
- Ist die Lobelie mehrjährig?
- Die Balkon-Lobelie (Lobelia erinus) wird bei uns einjährig kultiviert und stirbt mit dem Frost. Es gibt aber winterharte Stauden-Lobelien wie Lobelia cardinalis und Lobelia siphilitica für Beet und Teichrand — diese sind allerdings noch giftiger als die Balkonform.