Pflanzen
Mexikanische Sonnenblume
Tithonia rotundifolia · Asteraceae
Die Mexikanische Sonnenblume ist der Spätsommerstar für große Beete: Ab Juli öffnen sich an bis zu zwei Meter hohen, buschigen Pflanzen unzählige samtig-orangefarbene Blüten, die aussehen wie kleine, edle Sonnenblumen. Kaum eine einjährige Pflanze wird so intensiv von Schmetterlingen und Hummeln beflogen. Wer Platz und Sonne hat, bekommt mit der Tithonia bis zum Frost ein oranges Feuerwerk.

- Licht
- Volle Sonne — Wärme und Licht bestimmen direkt die Blütenmenge.
- Gießen
- Mäßig und regelmäßig; eingewachsene Pflanzen sind erstaunlich trockenfest.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Tithonia rotundifolia
Mit der bekannten Sonnenblume ist die Tithonia nur entfernt verwandt, teilt aber Familie und Temperament: schnellwüchsig, sonnenhungrig und wärmeliebend. Ihre Blüten sind mit sechs bis acht Zentimetern kleiner, dafür trägt eine gut entwickelte Pflanze Dutzende davon gleichzeitig — und zwar an verzweigten Trieben statt an einem einzelnen Kopf.
Die verbreitetste Sorte ist Torch mit leuchtend orangeroten Blüten, kompakter bleibt Fiesta del Sol mit etwa 70 Zentimetern, und Yellow Torch blüht reingelb. Charakteristisch sind die samtig behaarten, leicht gepolsterten Stiele — an ihnen erkennt man die Tithonia auch ohne Blüte.
Ihre Stunde schlägt im Spätsommer: Während viele Sommerblumen ab August nachlassen, legt die Mexikanische Sonnenblume erst richtig los und blüht bis zum ersten Frost. Im Beet füllt sie damit genau die Lücke zwischen Sommerflor und Herbstastern — ein Trick, den wir aus der Staudenrabatte gern übernehmen.
Für Insekten ist sie eine der besten einjährigen Trachtpflanzen überhaupt: Die flachen, offenen Körbchen mit reichlich Nektar werden von Schmetterlingen, Hummeln und Wildbienen regelrecht belagert. Ein sonniges Tithonia-Trio summt im September lauter als manches Staudenbeet.
Zwei Ansprüche sollte man ernst nehmen: Wärme und Standfestigkeit. Vor den Eisheiligen ausgepflanzt, stagniert sie wochenlang; und die hohen, hohlen Stiele brechen bei Sommergewittern leicht — ein windgeschützter Platz oder ein unauffälliger Stab beugen vor. Ausgeputzt wird regelmäßig, das hält den Blütennachschub in Gang.
Als Schnittblume ist die Tithonia eine kleine Diva: Die hohlen Stiele knicken leicht und sollten direkt nach dem Schnitt in warmes Wasser. Dann hält sie etwa fünf bis acht Tage und bringt ein Orange in die Vase, das es bei klassischen Schnittblumen selten gibt.
Ist Mexikanische Sonnenblume giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Ungiftig
- Katzen
- Ungiftig
- Hunde
- Ungiftig
Die Mexikanische Sonnenblume gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Kinder. Die rauen, behaarten Blätter können bei empfindlicher Haut leicht kratzen, mehr Vorsicht ist nicht nötig.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Vollsonnig, warm und möglichst windgeschützt pflanzen.
- 02Erst nach den Eisheiligen auspflanzen — Kälte lässt die Jungpflanzen wochenlang stocken.
- 03Mäßig, aber regelmäßig gießen; kurze Trockenphasen verträgt sie besser als Staunässe.
- 04Alle zwei Wochen düngen, auf nährstoffreichem Boden reicht weniger.
- 05Hohe Sorten rechtzeitig mit einem Stab stützen, die hohlen Stiele brechen bei Wind.
- 06Verblühtes regelmäßig ausschneiden, dann blüht sie bis zum ersten Frost.
Häufige Fragen
- Wie hoch wird die Mexikanische Sonnenblume?
- Die klassische Sorte Torch erreicht auf gutem Boden 150 bis 200 Zentimeter und braucht entsprechend Platz im Beethintergrund. Für Kübel und kleinere Beete gibt es kompakte Sorten wie Fiesta del Sol, die bei etwa 70 Zentimetern bleibt.
- Wann blüht die Tithonia?
- Von Juli bis zum ersten Frost, mit dem Höhepunkt im August und September. Sie ist damit eine klassische Spätsommerblume, die das Beet übernimmt, wenn viele andere Einjährige bereits nachlassen. Regelmäßiges Ausputzen verlängert die Blüte spürbar.
- Ist die Mexikanische Sonnenblume bienenfreundlich?
- Sie gehört zu den besten einjährigen Insektenpflanzen: Die offenen, nektarreichen Körbchen ziehen Schmetterlinge, Hummeln und Wildbienen in großer Zahl an — gerade im Spätsommer, wenn das Nahrungsangebot knapper wird. Für Naturgärten eine klare Empfehlung.
- Eignet sich die Tithonia als Schnittblume?
- Ja, mit einem Kniff: Die hohlen Stiele knicken leicht, deshalb schneiden wir sie früh morgens, stellen sie sofort in warmes Wasser und transportieren sie stehend. Dann hält die Blüte fünf bis acht Tage und bringt ein seltenes, samtiges Orange in den Strauß.