Pflanzen
Zimmeraralie
Fatsia japonica · Araliaceae
Die Zimmeraralie ist die Pflanze für alle Räume, in denen es anderen Zimmerpflanzen zu kühl und zu dunkel ist: Treppenhäuser, Schlafzimmer, kühle Altbauflure. Ihre großen, glänzend handförmigen Blätter wachsen schnell zu einem üppigen Busch heran — vorausgesetzt, man gönnt ihr einen frischen, nicht zu warmen Platz. Wir kaufen unsere Zimmeraralien in buschiger, gut verzweigter Qualität an der Veiling Rhein-Maas ein.

- Licht
- Halbschattig bis schattig; verträgt Nordfenster problemlos, direkte Sonne verbrennt die Blätter.
- Gießen
- Reichlich in der Wachstumszeit, gleichmäßig feucht halten; im kühlen Winterquartier deutlich sparsamer.
- Pflege
- Pflegeleicht
- Botanisch
- Fatsia japonica
Die bis zu 40 Zentimeter breiten, sieben- bis neunlappigen Blätter sind das Markenzeichen der Fatsia — der Gattungsname leitet sich vom japanischen Wort für acht ab, eine Anspielung auf die Zahl der Blattlappen. In ihrer Heimat Japan ist die Pflanze als Yatsude ein traditioneller Glücksbringer am Hauseingang.
Der wichtigste Pflegehinweis ist ungewöhnlich: Die Zimmeraralie mag es kühl. Ideal sind 15 bis 20 Grad, im Winter gern noch frischer bis hinunter zu 10 Grad. In warmen, trockenen Heizungsräumen vergeilt sie, bekommt schlaffe Blattstiele und lädt Spinnmilben ein. Wer einen kühlen, hellen Flur hat, hat den perfekten Fatsia-Platz.
Beim Licht ist sie flexibel: Halbschatten ist ideal, auch schattigere Ecken werden mit etwas langsamerem Wuchs toleriert. Nur direkte Sonne verbrennt die großen Blätter. Die panaschierte Sorte Variegata mit cremeweißen Blatträndern braucht etwas mehr Licht als die grüne Art, ebenso die kompakte, krause Spider's Web.
Als kräftig wachsender Strauch ist die Zimmeraralie durstig: In der Wachstumszeit muss der Ballen gleichmäßig feucht bleiben, hängende Blätter sind das untrügliche Durstsignal — nach dem Gießen richten sie sich meist binnen Stunden wieder auf. Staunässe wird trotzdem nicht vertragen.
Ältere Pflanzen belohnen einen kühlen Stand mit kugeligen, weißlichen Blütendolden im Herbst, ganz ähnlich denen des verwandten Efeus. Wird die Aralie zu groß oder sparrig, verträgt sie im Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt und treibt willig aus dem alten Holz nach. Im milden Rheinland funktioniert sie sogar ganzjährig geschützt im Kübel auf dem Balkon.
In der Raumgestaltung setzen wir die Zimmeraralie gern als grünen Solitär mit fast mediterranem Charakter ein, kombiniert mit anderen Kühle-Liebhabern wie Aspidistra und Farnen. Ihr Laub gilt als schwach giftig — ernsthafte Vergiftungen sind aber nicht zu erwarten, Vorsicht ist vor allem bei knabberfreudigen Tieren geboten.
Ist Zimmeraralie giftig für Kinder und Haustiere?
- Kinder
- Leicht reizend
- Katzen
- Leicht reizend
- Hunde
- Leicht reizend
Die Zimmeraralie gilt als schwach giftig: Blätter und Beeren enthalten geringe Mengen Saponine. Ernsthafte Vergiftungen sind nicht zu erwarten, größere geknabberte Mengen können bei Katzen, Hunden und Kindern aber Magenbeschwerden auslösen. Sicherheitshalber außer Reichweite stellen.
Typische Symptome: Nach Verzehr größerer Mengen: Magen-Darm-Reizungen mit Erbrechen oder Durchfall; Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen leicht reizen.
Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.
Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder
Pflege
- 01Hell bis halbschattig ohne direkte Sonne stellen; auch dunklere Ecken werden toleriert.
- 02Kühl kultivieren: 15 bis 20 Grad, im Winter gern heller und frischer bis 10 Grad.
- 03In der Wachstumszeit reichlich gießen und den Ballen gleichmäßig feucht halten.
- 04Staunässe vermeiden — überschüssiges Wasser aus dem Übertopf gießen.
- 05Von Frühjahr bis Herbst wöchentlich bis vierzehntägig düngen, die Fatsia ist ein Starkzehrer.
- 06Zu groß gewordene Pflanzen im Frühjahr beherzt zurückschneiden — sie treiben aus altem Holz aus.
Häufige Fragen
- Ist die Zimmeraralie giftig für Katzen oder Hunde?
- Sie gilt als schwach giftig: Die enthaltenen Saponine können bei Katzen und Hunden nach dem Anknabbern Magen-Darm-Beschwerden verursachen, lebensbedrohlich sind sie nicht. In Tierhaushalten stellt man die Aralie sicherheitshalber trotzdem außer Reichweite.
- Warum lässt meine Zimmeraralie die Blätter hängen?
- Hängende Blätter sind fast immer schlicht Durst — die großblättrige Fatsia verdunstet viel. Nach durchdringendem Gießen richtet sie sich meist innerhalb weniger Stunden wieder auf. Passiert das trotz feuchter Erde, ist der Platz zu warm oder die Wurzel durch Staunässe geschädigt.
- Kann die Zimmeraralie nach draußen?
- Ja, sie ist sogar bedingt winterhart. Im milden Rheinland übersteht sie an geschützten, schattigen Stellen im Kübel oder ausgepflanzt Temperaturen bis etwa minus zehn Grad. Junge Pflanzen und Kübelexemplare sollten bei stärkerem Frost dennoch geschützt oder eingeräumt werden.
- Wie groß wird die Zimmeraralie?
- Im Zimmer erreicht sie bei gutem Stand in wenigen Jahren anderthalb bis zwei Meter Höhe und wird dabei fast ebenso breit. Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr hält sie kompakt und fördert die Verzweigung — die Fatsia gehört zu den schnittverträglichsten Zimmerpflanzen.