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Pflanzen

Mahonie

Mahonia aquifolium · Berberidaceae

Die Mahonie ist einer der dankbarsten immergrünen Sträucher überhaupt: glänzendes, stechpalmenähnliches Laub, im März und April goldgelbe Blütentrauben als frühe Bienenweide und im Spätsommer blau bereifte Beeren. Sie wächst dort, wo viele andere Gehölze aufgeben — im trockenen Schatten unter Bäumen. Für uns Floristen ist ihr festes Laub zudem ein bewährtes Schnittgrün.

Floristik-Impression aus der Fleura-Werkstatt in Düsseldorf zum Lexikon-Eintrag Mahonie
Licht
Sonnig bis schattig; eine der wenigen Blütenpflanzen für trockenen Schatten.
Gießen
Gering: Nur in der Anwachsphase und bei langer Trockenheit gießen.
Pflege
Pflegeleicht
Botanisch
Mahonia aquifolium

Mahonia aquifolium bleibt mit gut einem Meter Höhe kompakt und breitet sich über Ausläufer langsam zu dichten Beständen aus. Daneben gibt es imposantere Verwandte: Die Hybride Mahonia x media „Winter Sun“ blüht schon ab Dezember mit langen gelben Blütenkerzen und bringt mitten im Winter Farbe und Duft in den Garten.

Ihre größte Stärke ist die Standorttoleranz. Die Mahonie gedeiht in Sonne wie im Schatten, verträgt Wurzeldruck, Stadtklima und trockene Phasen, sobald sie eingewachsen ist. Deshalb ist sie ein Klassiker für Unterpflanzungen, pflegeleichte Vorgärten und öffentliches Grün — und für alle, die einen „Selbstläufer“ suchen.

Im zeitigen Frühjahr ist sie eine der wichtigsten Nährpflanzen für Hummeln und frühe Wildbienen; die duftenden Blütentrauben erscheinen, wenn sonst noch wenig blüht. Im Winter färbt sich das Laub vieler Pflanzen attraktiv bronzerot bis purpur — kein Krankheitszeichen, sondern normale Frostfärbung.

In der Floristik verarbeiten wir Mahonienlaub gern in Kränzen, Gestecken und winterlicher Grabbepflanzung: Es ist fest, glänzend und hält geschnitten wochenlang. An der Versteigerung läuft es als klassisches Wintergrün neben Ilex und Koniferen.

Die bereiften Beeren erinnern an kleine Weintrauben — daher der englische Name Oregon Grape. Roh sind sie sehr sauer und in größeren Mengen unbekömmlich, gekocht wurden sie früher zu Saft und Gelee verarbeitet. Rinde und Wurzeln enthalten das Alkaloid Berberin, weshalb Naschen unterbleiben sollte.

Ist Mahonie giftig für Kinder und Haustiere?

Kinder
Leicht reizend
Katzen
Leicht reizend
Hunde
Leicht reizend

Rinde, Wurzeln und Blätter enthalten das Alkaloid Berberin und gelten als schwach giftig; auch rohe Beeren sind in größeren Mengen unbekömmlich. Für ernste Vergiftungen sind große Mengen nötig, Naschen sollte trotzdem unterbleiben.

Typische Symptome: Nach Verzehr größerer Mengen: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Im Notfall:Giftnotruf Bonn 0228 19240 (rund um die Uhr) — bei Haustieren direkt die tierärztliche Notfallpraxis kontaktieren. Diese Angaben ersetzen keine (tier)ärztliche Beratung.

Übersicht: giftige & ungiftige Pflanzen für Katzen, Hunde und Kinder

Pflege

  • 01Standort sonnig bis schattig; auch trockener Schatten unter Gehölzen wird gemeistert.
  • 02An den Boden stellt die Mahonie kaum Ansprüche; durchlässig und humos ist ideal.
  • 03Nur im Pflanzjahr regelmäßig gießen, danach genügt Wasser in längeren Trockenphasen.
  • 04Ein Schnitt ist nicht nötig; zu breite Bestände nach der Blüte einkürzen.
  • 05Unerwünschte Wurzelausläufer im Frühjahr abstechen, um die Ausbreitung zu begrenzen.
  • 06Bronzefärbung des Laubs im Winter ist normal und verwächst sich im Frühjahr.

Häufige Fragen

Sind die Beeren der Mahonie essbar oder giftig?
Die reifen Beeren sind roh sehr sauer und sollten nur in kleinen Mengen probiert werden; gekocht, etwa als Gelee, sind sie unbedenklich. Rinde, Wurzeln und Blätter enthalten dagegen Berberin und gelten als schwach giftig. Kinder sollten die rohen Beeren nicht in größeren Mengen naschen.
Wächst die Mahonie auch im Schatten?
Ja, sogar ausgesprochen gut. Die Mahonie ist eine der wenigen immergrünen Blütenpflanzen, die trockenen Schatten unter Bäumen verträgt. In der Sonne blüht sie etwas reicher, im Schatten bleibt das Laub dafür besonders sattgrün.
Warum verfärbt sich das Laub meiner Mahonie im Winter rot?
Das ist die normale Frostfärbung: Bei Kälte und Wintersonne bilden die Blätter rote Schutzfarbstoffe und leuchten bronzerot bis purpur. Die Pflanze ist gesund, und im Frühjahr ergrünt das Laub von selbst wieder.
Ist die Mahonie bienenfreundlich?
Sehr. Ihre duftenden, nektarreichen Blüten öffnen sich schon im März und April und zählen zu den wichtigsten frühen Nahrungsquellen für Hummeln und Wildbienen. Wer insektenfreundlich pflanzen möchte, liegt mit der Mahonie genau richtig.

Mahonie bei Fleura

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