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Blumen nach Farbe

Blaue Blumen

Blau ist die seltenste aller Blütenfarben — und gerade deshalb die besonderste. Hier findest du alle blauen Blumen aus unserem Lexikon, vom tiefblauen Rittersporn bis zur Kornblume, frisch von der Veiling Rhein-Maas, gebunden in Düsseldorf.

Leuchtend blaue Kornblumen mit gefransten Blütenköpfen in einem Sommerstrauß

Blau ist ein botanisches Wunder: Weniger als jede zehnte Blütenpflanze bringt echtes Blau hervor, denn es gibt kein reines blaues Pigment — Pflanzen müssen es aufwendig aus Anthocyanen und dem passenden Zell-Milieu mischen. Genau diese Seltenheit macht blaue Blumen so begehrt. In der Blumensprache steht Blau für Treue, Beständigkeit und Sehnsucht — die „blaue Blume“ war schon in der Romantik das Symbol für das Unerreichbare.

Die ehrlichsten Blautöne liefern Rittersporn mit seinen hohen, tiefblauen Blütenkerzen, die Kornblume in ihrem unverwechselbaren Kornblumenblau und das zarte Vergissmeinnicht. Dazu kommen Hortensien, die als einzige ihre Farbe dem Boden verdanken: Nur auf saurem, aluminiumhaltigem Grund blühen sie wirklich blau. Traubenhyazinthen, Iris und Kugeldistel erweitern die Palette vom Frühjahr bis in den Spätsommer.

Weil Blau optisch zurücktritt, braucht es im Strauß kluge Partner: Mit Weiß und viel Grün entsteht ein frischer, fast maritimer Look, mit Rosa und Lavendel ein weiches Pastellbild. Am spannendsten ist der Komplementärkontrast zu Orange und Apricot — schon wenige orange Ranunkeln lassen tiefblauen Rittersporn förmlich leuchten. Ein rein blauer Strauß wirkt dagegen ruhig, kühl und sehr edel.

Ein praktischer Hinweis vom Binden: Blaue Blüten sind oft zarter, als sie aussehen. Rittersporn ist ein großer Trinker und will alle zwei Tage frisches Wasser, Hortensien nehmen Wasser auch über die Blüte auf — bei Schwäche hilft ein kurzes Übernacht-Bad kopfüber. Und weil echtes Blau an der Veiling schnell vergriffen ist, kaufen wir es früh am Morgen ein, sobald die Saison läuft.

Häufige Fragen

Warum sind blaue Blumen so selten?
In der Natur existiert kein reines blaues Blütenpigment. Pflanzen erzeugen Blau indirekt über Anthocyane, deren Farbton vom pH-Wert und von Metall-Ionen in der Zelle abhängt — ein aufwendiger Trick, den nur wenige Arten beherrschen. Deshalb tendieren viele „blaue“ Sorten in Wahrheit ins Violette.
Welche Schnittblumen sind wirklich blau?
Echte Blautöne findest du bei Kornblume, Rittersporn, Vergissmeinnicht, Traubenhyazinthe und Kugeldistel. Hortensien blühen blau, wenn sie auf saurem Boden mit Aluminium gewachsen sind. Vieles andere — etwa „blaue“ Rosen oder Nelken — ist gefärbt oder in Wahrheit violett.
Gibt es echte blaue Rosen?
Nein — Rosen fehlt das Gen für blaue Pigmente, daran ist bislang jede Züchtung gescheitert. Was als blaue Rose verkauft wird, ist entweder gefärbt oder eine violette Sorte mit optimistischem Namen. Wer echtes Blau will, greift besser zu Rittersporn oder Kornblumen.
Wie halten blaue Blumen in der Vase am längsten?
Stiele frisch anschneiden, Vase gründlich reinigen und das Wasser alle zwei Tage wechseln — Rittersporn trinkt enorm viel. Hortensien profitieren von einem tiefen Wasserstand und dürfen bei Schwäche kopfüber gebadet werden. Kühl und ohne direkte Sonne bleibt das Blau am längsten satt.

Blaue Blumen vom Floristen

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